Beton gegen Autos
Anklam baut eine Mauer

Immer wieder hatten Autofahrer die Sperrung einfach über den Bordstein umfahren - so wie hier.
Immer wieder hatten Autofahrer die Sperrung einfach über den Bordstein umfahren - so wie hier.
Gabriel Kords / Archiv

Die Verkehrsverhältnisse am Anklamer Marienkirchplatz sind jetzt zementiert - im Wortsinne. Ab sofort soll eine massive Beton-Barrikade verhindern, dass Autofahrer auf eigene Faust die Sperrung entfernen.

Die Männer der Beschilderungs-Firma Gabe, die am Freitagmorgen in Anklam Fakten schufen, nahmen die Sache mit Humor: „Wir bauen die Mauer wieder auf“, scherzte einer der Straßenarbeiter – aber irgendwie hat er damit ja auch Recht. Denn dass an der Kreuzung von Keilstraße, Ostseestraße und Demminer Straße auf dem Marienkirchplatz jetzt eine massive Beton-Barriere steht, hat wirklich etwas Endgültiges. Die Aussage des Straßenbauamts Neustrelitz ist klar: Das wird jetzt für eine Weile so bleiben.

Die Behörde hatte bereits zu Wochenbeginn signalisiert, dass sie im Einvernehmen mit Polizei und dem Landkreis nichts davon hält, den vollständigen Verkehr auf der Kreuzung provisorisch wiederherzustellen – zu gefährlich, hieß es.

Die neue Beton-Absperrung ist jedenfalls so aufgebaut, dass Autofahrer sie faktisch nicht mehr über den Bürgersteig umfahren können. Dem Straßenbauamt sei wichtig gewesen, dass die Beton-Barriere rechtzeitig vor dem Konzert im Rahmen der NDR-Sommertour am Sonnabend fertig wird, hieß es. Andernfalls stehe zu befürchten, dass erneut unkundige Autofahrer die Sperrbaken entfernen. Das war in den vergangenen Wochen öfters der Fall.

Ansonsten kündigte das Straßenbauamt bereits am Montag an, die Beschilderung zu verbessern und dafür zu sorgen, dass die Sperrung in Navigationssystemen, die auf aktuelle Verkehrsdaten zurückgreifen, auftaucht. Beides war bis Freitag allerdings noch nicht geschehen.