Neben dem Bahnhofsgebäude wird momentan ein Solarcarport für Elektrofahrräder und E-Autos errichtet. Am Ende so
Neben dem Bahnhofsgebäude wird momentan ein Solarcarport für Elektrofahrräder und E-Autos errichtet. Am Ende soll hier die erste Weiterfahrzentrale der Inselwerke ihren Standort bekommen. Mareike Klinkenberg
Dirk Radke von den Inselwerken
Dirk Radke von den Inselwerken Mareike Klinkenberg
Nachhaltige Nutzung: Weil Holz momentan teuer und schwer zu bekommen ist, wurde der Solarcarport vom Kunsthaus in Neppermin, d
Nachhaltige Nutzung: Weil Holz momentan teuer und schwer zu bekommen ist, wurde der Solarcarport vom Kunsthaus in Neppermin, der nur noch wenig nachgefragt war, abgebaut und in Anklam wieder aufgebaut. Mareike Klinkenberg
Mobilität in Vorpommern

Anklam bekommt eine Weiterfahrzentrale

Das Pilotprojekt „Weiterfahrzentrale” der Bürgerenergiegenossenschaft Inselwerke nimmt nun am Anklamer Bahnhof sichtbare Formen an.
Anklam

Was man unter einer Mitfahrzentrale versteht, ist sicher hinlänglich bekannt. Aber die Idee einer sogenannten „Weiterfahrzentrale” ist neu und ein Pilotprojekt der Bürgerenergiegenossenschaft Inselwerke eG.

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Genau so eine Weiterfahrzentrale entsteht derzeit direkt neben dem Anklamer Bahnhof. Schon vor zwei Jahren hat die Genossenschaft das Projekt angekündigt, jedoch zwischenzeitlich wegen der Pandemie auf Eis legen müssen.

Einweihung Ende Juni geplant

Nun nimmt der Solarcarport mit 30 Solarmodulen auf dem Dach sichtbare Formen an. Hier sollen künftig zwei Elektrofahrräder und zwei ebenfalls elektrisch betriebene Lastenfahrräder für die Anklamer und Gäste der Region oder auch für Pendler bereitstehen.

Auch zwei E-Autos, werden an der Mobilitätsstation ab diesem Sommer verfügbar sein, um mit ihnen die letzte Meile bis zum letztendlichen Zielort zurückzulegen, erklärt Dirk Radke von den Inselwerken.

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Er ist seit dieser Woche gemeinsam mit zwei Kollegen damit beschäftigt, den Carport aufzubauen. Die schlussendliche Einweihung soll am 25. Juni gefeiert werden, verrät er über den anvisierten Zeitplan für das Projekt.

Ausleih künftig per App

Die Weiterfahrzentrale will damit das bestehende Angebot des öffentlichen Nahverkehrs am Knotenpunkt Anklam ergänzen, das insbesondere an den Abenden und Wochenenden bekannterweise Lücken aufweist. Zusätzlich sollen auch Einheimische durch das Angebot angesprochen werden, die nur vereinzelt ein Auto benötigen, aber nicht das Geld für einen umweltfreundlichen PKW haben.

Der Carport und die Autostellplätze sind natürlich gesichert und kameraüberwacht, erklärt Dirk Radke. Der Ausleihvorgang funktioniert später komplett digital über eine App. Im Idealfall hat man sich vorher beim Projekt angemeldet, dabei werden Personalien und Führerscheindaten überprüft.

Anklam bleibt erst einmal einziger Standort

Für ganz spontane Nutzer ist das Projekt also in der Anfangszeit noch nicht ausgelegt. Wer jedoch einmal registriert ist, kann die gewünschten Fahrzeuge auch über die App verbindlich für sich reservieren und immer wieder nutzen.

Da der Anklamer Bahnhof zu Beginn der einzige Standort ist, könne man auch nur hier die Räder oder Autos ausleihen und auch wieder zurückgeben, erläutert der Mitarbeiter der Inselwerke.

Die Energiegenossenschaft Inselwerke, die sich für eine nachhaltige und bürgergetragene Energiewende starkmacht und sich 2013 auf der Insel Usedom gegründet hat, wird bei diesem Projekt außerdem durch das Landwirtschaftsministerium des Bundes im Programm „LandMobil – Unterwegs in ländlichen Räumen“ gefördert.

www.dieweiterfahrer.de

 

 

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