Da von Mitte März bis Mitte Juni kein Schulschwimmen abgerechnet werden kann, würden den Peenerobben rund 6000 Euro
Da von Mitte März bis Mitte Juni kein Schulschwimmen abgerechnet werden kann, würden den Peenerobben rund 6000 Euro an wichtigen Einnahmen entgehen. Anne-Marie Maaß
Nach Verlusten durch Pandemie

Anklam soll Peenerobben mit Geld über Wasser halten

Dem Betreiberverein der Anklamer Schwimmhalle sind in den vergangenen Monaten wichtige Einnahmen entgangen. Nun winkt ein Zuschuss.
Anklam

Der PSV Anklamer Peenerobben hat wie viele andere Vereine mit eigenen Sportstätten stark mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Beschränkungen zu kämpfen. Mehr als drei Monate lang war in der Schwimmhalle kein Betrieb möglich, Haupteinnahmequellen wie das Schulschwimmen sind weggebrochen. Um die Peenerobben nicht in allzu große finanzielle Schwierigkeiten zu bringen und sie über Wasser zu halten, könnte die Stadt dem Verein nun einen freiwilligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss gewähren. Eine entsprechende Dringlichkeitsvorlage reichten die Initiativen für Anklam im Kultur- und Sozialausschuss ein.

Da laut Christian Schröder (IfA) von Mitte März bis Mitte Juni kein Schulschwimmen seitens des Betreibers abgerechnet werden kann, würden dem Verein circa 6000 Euro an wichtigen Einnahmen entgehen. Der Verein sei Arbeitgeber von drei Vollzeitbeschäftigten, für die in den vergangenen Monaten bereits Kurzarbeit beantragt wurde. Außerdem arbeiten im Verein zwei Teilzeitbeschäftigte, die den Betrieb der Volksschwimmhalle mit Hilfe vieler ehrenamtlicher Helfer überhaupt erst möglich machen. Die finanziellen Probleme könnten mithilfe der Stadt gemindert werden, die finanzielle Deckung sei in der Kostenstelle für Grundschulen vorhanden.

Stadtvertreter entscheiden am Donnerstag

Die Stadt Anklam hat für Benutzungsgebühren des Schulschwimmens jährlich 16.400 Euro im Haushalt eingestellt. Diese Gelder werden je Schüler und Schulstunde durch den Verein direkt über die Grundschulen abgerechnet. So rechnete der Verein im Jahr 2019 für die Monate März bis Juni je knapp 3000 Euro über die Grundschule Villa Kunterbunt sowie über die Grundschule Gebrüder Grimm ab. Daraus ergeben sich rund 6000 Euro Benutzungsgebühren, die als Bemessungsgrundlage für den aktuellen Antrag der IfA dienen.

Der Kultur- und Sozialausschuss entschied einstimmig, den Antrag als Empfehlung an die Stadtvertretung zu geben. Demnach soll dem PSV Peenerobben Anklam ein nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von exakt 5915,70 Euro gewährt werden. Über den Beschluss haben die Stadtvertreter am kommenden Donnerstag zu entscheiden.

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