Renaturierung
Anklam verkauft weitere Flächen bei Bargischow

Der Radweg zum Kamp würde im Zuge der Maßnahme weiter ausgebaut werden. 
Der Radweg zum Kamp würde im Zuge der Maßnahme weiter ausgebaut werden.
Anne-Marie Maaß

Die Anklamer Stadtvertreter haben einem weiteren Flächenverkauf zugestimmt: Fast 74 Hektar will die Landgesellschaft für rund eine halbe Million Euro erstehen, um die Maßnahmen am Polder Bargischow voranzubringen.

Gut 530 000 Euro soll der Verkauf von Flächen bei Bargischow und Gnevezin in die Anklamer Stadtkasse spülen. Die Mehrheit der Anklamer Stadtvertreter hat im nichtöffentlichen Teil ihrer jüngsten Sitzung dem Verkauf an die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern zugestimmt. Als Nächstes soll nun ein Notartermin folgen, der das Ganze rechtsverbindlich absegnet. Ein Termin stehe jedoch noch nicht fest, sagt Anklams Bauamtschefin Sylvia Thurow.

Ein Großteil der Anklamer Flächen soll zum Ausgleich für betroffene Landwirte von wiedervernässten Gebieten genutzt werden. Mit der geplanten weiteren Renaturierung des Polders Bargischow soll auch die neue Anbindung zum Kamp entlang des alten Fährwegs fortgeführt werden. Für den Tourismus und die Anklamer könne so ein beliebtes Ausflugsziel besser erschlossen werden. „Wir wissen, dass die Strecke als Radweg schon jetzt stark genutzt wird“, sagt die Bauamtschefin. Die schlechten Wegverhältnisse hinter der Anklamer Gemarkungsgrenze seien derzeit jedoch noch ein Problem. Mit dem Ausbau könne die Anklamer Fähre und der Kamp künftig besser erreicht werden.

Das Geld aus dem Verkauf soll in die geplanten investiven Maßnahmen der Stadt fließen. „Da haben wir auch 2019 einiges vor“, erklärt Anklams Bürgermeister Michael Galander. Dazu zähle der weitere Ausbau des Gellendiner Weges oder Arbeiten am Diebsteig.