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Anklamer Amtsgericht: Neuer Protest

Anklam.Was den Anklamer Protest zur geplanten Gerichtsstrukturreform anbetrifft – in der nächsten Woche werden Nägel mit Köpfe gemacht! Das Anfang ...

Frank- Thomas Starigk[KT_CREDIT]   FOTO: NK-Archiv

Anklam.Was den Anklamer Protest zur geplanten Gerichtsstrukturreform anbetrifft – in der nächsten Woche werden Nägel mit Köpfe gemacht! Das Anfang April
gebildete Protestkomitee kommt Mitte kommender Woche zusammen, um weitere Schritte festzulegen. „Der Anklamer Protest wird auf mehreren Säulen basieren“, erklärte Bürgervorsteher Frank-Thomas Starigk. Zum einen wolle man die Auf-
klärungsarbeit im Altkreis intensivieren. Zum anderen werden auch öffentliche Protestaktionen ins Auge gefasst, „auch wenn die Kreisgebietsreform gezeigt hat, dass dies nicht immer etwas bringt“, meinte Starigk.
Detaillierte Vorschläge dazu sollen bei der nächsten Sitzung des Protestkomitees ebenso vorliegen, wie der Entwurf eines offenen Briefes an die Landtagsabgeordneten. „Darin wollen wir fachliche Argumente auflisten, die gegen die Gerichtsstrukturreform sprechen“, erklärte der Anklamer Bürgervorsteher. Den offenen Brief wolle man allerdings nicht allein von Anklam aus auf den Weg bringen, sondern gemeinsam mit allen Städten im Land, die ebenso von der Schließung eines Amtsgerichts betroffen sind.
Kritisch sieht Starigk die Rolle der SPD und ihrer für die Region zuständigen Landtagsabgeordneten Katharina Feike. Sie fuhr lieber zum Bauerntag nach Linstow, als am ersten Protesttreffen gegen die Gerichtsreform in Anklam teilzunehmen. „Auch danach gab es keinen Kontakt. Möglicherweise geschieht das aus Rücksicht auf die Landesregierung“, mutmaßt Starigk.jfk