STAU IN RICHTUNG USEDOM

▶ Anklamer Autofahrer brauchen weiter starke Nerven

Stau und die Peenebrücken-Baustelle noch längst nicht in Sicht – auch am Montag wieder auf der Anklamer Ortsumgehung. Lahmer Verkehr und erhebliche Wartezeiten Richtung Usedom.
Auch der Kreisverkehr in der Demminer Landstraße ist immer wieder vom Rückstau durch die Peenebrücke-Baustelle
Auch der Kreisverkehr in der Demminer Landstraße ist immer wieder vom Rückstau durch die Peenebrücke-Baustelle betroffen. Anne-Marie Maaß
Stau bis zum Flugplatz war am Sonntag und Montag angesagt – der Verkehr zog sich bis zu 4,5 Kilometer südlich von A
Stau bis zum Flugplatz war am Sonntag und Montag angesagt – der Verkehr zog sich bis zu 4,5 Kilometer südlich von Anklam in Richtung Usedom. Anne-Marie Maaß
Anklam.

Was tun gegen die anscheinend kaum enden wollenden Autoschlangen vor allem an den Wochenenden? Im Straßenbauamt Neustrelitz ist man derzeit intensiv auf der Suche nach weiteren Lösungen, verspricht Amtschef Jens Krage.

Rückstau bis zum Kreisverkehr in der Demminer Landstraße

Durch die Baustelle samt halbseitiger Sperrung auf der Anklamer Peenebrücke wird der Verkehrsknotenpunkt zum absoluten Stau-Nadelöhr. Auch am Montag zog sich die Autoschlange auf der südlichen Anklamer Ortsumgehung von der Abfahrt zum Flugplatz bis zur Brücke – Staulänge circa 4,5 Kilometer mit Wartezeiten über einer Stunde. Der Rückstau reichte zudem auch bis zum Kreisverkehr in der Demminer Landstraße in die Stadt hinein.

Viele Anklamer ächzen mittlerweile unter den langen Wartezeiten und haben die Baustelle schon nach gut drei Wochen gefressen – nur dass die halbseitige Sperrung insgesamt wohl noch weitere drei Monate bestehen bleibt.

In dieser Woche soll zunächst eine neue Beschilderung an der A 20 etwas Abhilfe schaffen. Dies soll vor allem den von Süden kommenden Touristenverkehr bereits auf der Autobahn mehr in Richtung Wolgast lenken, um den Baustellenbereich in Anklam zu entlasten, erklärt Krage. Der Auftrag sei bereits erteilt.

Nach dem Krisentreffen in Anklam in der vergangenen Woche sei man zudem im engen Austausch mit der Stadt, sagt er. Weitere Maßnahmen werden aktuell mit den beauftragten verkehrstechnischen Betrieben geprüft. Dazu zähle auch die flexiblere manuelle Ampelschaltung, um zu Stoßzeiten besser auf wechselnde Verkehrsströme reagieren zu können.

Straßenbauamt: „Starker Reiseverkehr durch Corona-Pandemie”

Alles in allem sei es ganz ohne Stau in diesem Jahr aber wohl kaum zu machen, so die Erkenntnis. „Die Verkehrsströme haben durch den starken Reiseverkehr in Deutschland durch die Corona-Pandemie sprunghaft zugenommen“, so Krages ernüchternde Bilanz.

Und das hat Folgen: Falle das Frühjahr durch die vielen Feiertage als Bauzeit für größere Projekte sowieso schon weg, wird nun auch der sonst verkehrsärmere Herbst, die eigentliche Hauptbauzeit, zum Problem. Ein Zustand, der sich nach Krages Prognose wohl auch nicht so schnell wieder ändern wird.

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Auf Straßenbaustellen zu verzichten sei dennoch keine Lösung. „Zum einen muss auch die Bauwirtschaft weiter planen können, zum anderen lassen sich viele Maßnahmen nicht auf die lange Bank schieben, sonst riskieren noch größere Schäden an den Straßen und letztendlich auch noch stärkere, unplanbare Verkehrseinschränkungen“, so der Fachmann.

Perspektivisch müsse nun auch das Straßenbauamt seine Lehren aus der Anklamer Stau-Baustelle ziehen. „Wir müssen dazulernen und probieren Lösungen aus – auch für zukünftige Baumaßnahmen“, sagt Krage.

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