DIENSTREISE

Anklamer schauen sich Bayerns größten Solarpark an

Mehr als 700 Kilometer liegen zwischen Vorpommern und der Gemeinde Berg im Gau. Anklams Stadtvertreter erkundigen sich direkt vor Ort über das größte bayrisches Solarfeld und die Erfahrungen der Gemeinde damit.
Über 140 Hektar erstreckt sich der größte Solarpark Bayerns in der Gemeinde Berg im Gau. Anklamer Stadtvertret
Über 140 Hektar erstreckt sich der größte Solarpark Bayerns in der Gemeinde Berg im Gau. Anklamer Stadtvertreter und Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung wollen sich nun vor Ort ein Bild von dem Projekt machen. ZVG/Anumar
Der bayrische Investor Anumar will 160 Millionen Euro investieren und auf einer Fläche von mehr als 430 Fußballfeld
Der bayrische Investor Anumar will 160 Millionen Euro investieren und auf einer Fläche von mehr als 430 Fußballfeldern in der Nähe von Stretense Deutschlands größten Solarpark errichten. Nordkurier
Anklam ·

In Zusammenhang mit der Entscheidung für oder gegen die weiteren Planungen zum Solarpark in Stretense machen sich am Donnerstag einige Anklamer Stadtvertreter und Verwaltungsmitarbeiter auf den Weg in die bayerische Gemeinde Berg im Gau. Auf dem Dienstreiseprogramm steht unter anderem ein Vor-Ort-Termin in Bayerns größtem Solarpark, der ebenfalls von der Firma Anumar geplant und gebaut wurde. Derselbe Investor, der nun daran interessiert ist, vor den Toren Anklams auf 300 Hektar den größten Solarpark Deutschlands aus dem Ackerboden zu stampfen.

Gespräche in bayrischer Gemeinde

Obwohl das bayerische Vergleichsobjekt „nur” 140 Hektar groß ist, hofft man bei diesem Besuch auf einen regen Austausch. Insbesondere auf einen Gesprächstermin mit Kommunalvertretern der dortigen Gemeinde ist Bürgermeister Michael Galander (IfA) gespannt. Denn es geht schließlich darum, welche Erfahrungen die süddeutschen Amtskollegen mit dem Investor gemacht haben und welche konkreten Auswirkungen das Solarthema in der bayerischen Gemeinde hatte. Dabei geht es natürlich auch um finanzielle Aspekte, wie Gewerbesteuern und weitere Firmenansiedlungen, aber auch um soziale und städtebauliche Effekte, die solch ein Projekt mit sich bringen kann.

Die Delegation besteht von Verwaltungsseite aus dem Bürgermeister, seiner Stellvertreterin Beatrix Wittmann-Stifft und Michael Randow, Sachgebietsleiter für Bau und Stadtentwicklung. Als Stadtvertreter und aus den Ausschüssen sind von den Initiativen für Anklam (IfA) Jürgen Trapp, Holger Meyer, Olaf Hübner und Marco Uhteg sowie CDU-Fraktionschef Steffen Göritz und Christopher Denda (SPD) auf der Inforeise dabei.

Kritik an Reisekosten

Kritik über Reisekosten nimmt der Bürgermeister den Wind aus den Segeln. Es handele sich um eine reine Fahrt zur Information ohne weitere Vergnügungsaspekte. Die Firma Anumar sei zudem weder am Gespräch mit der Kommunalpolitik vor Ort noch an den Kosten der Reise beteiligt. Fahrten dieser Art seien im Haushalt als eigenes Budget berücksichtigt, erklärt Galander.

Die Entscheidungsträger erhoffen sich, wichtige Einblicke in ihre Fraktionen tragen zu können und Licht in das Gewirr aus Information und Diskussion zu bringen. Schlussendlich geht es ja darum, den Aufstellungsbeschluss für den B-Plan auf den Weg zu bringen oder das Projekt zu stoppen. Die Abstimmung war bislang für die Stadtvertretersitzung am 21. April angesetzt, doch schon wurden erste Stimmen laut, die diese Entscheidung noch mal verschieben wollen.

Jetzt ansehen: ▶ Schlagabtausch zu Solarpark-Plänen bei Stretense

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Kommentare (1)

...schon ziemlich starrköpfig sein, um Fehler, auf die sie aufmerksam gemacht worden ist, einfach stehen zu lassen. [Werte/r Leon, bitte keine Unterstellungen. Wir wollen weder starrköpfig sein, noch das Niveau ignorieren. Deswegen vielen Dank für Ihre Hinweise, wir haben die ersten Zeilen korrigiert. Die Red.]