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Der Sprung ins Wasser muss im Anklamer Hansebad in den ersten vier Ferienwochen aufgrund von Wartungsarbeiten ausfallen, danach gibt es aber dennoch ein besonderes Ferienangebot. Matthias Diekhoff
Geschlossen

Anklamer Hansebad geht in die Sommerpause

Ein Sprung ins Nass – das geht zumindest in den kommenden vier Wochen in der Anklamer Schwimmhalle nicht. Der Neubau muss schon nach wenigen Monaten in Betrieb wegen Wartungsarbeiten geschlossen werden. Warum eigentlich?
Anklam

Einen Tag noch schwimmen, dann schließen sich im Anklamer Hansebad erst einmal für vier Wochen die Türen. Aufgrund von Wartungsarbeiten muss die Schwimmhalle erst einmal geschlossen bleiben, teilt der Betreiberverein, der PSV Anklamer Peenerobben, mit.

Mancher mag sich darüber wundern: Immerhin ist die Halle erst im Dezember feierlich eröffnet worden und beim Ringen um den Neubau war der geringe Wartungsaufwand durchaus ein Argument, das des Öfteren fiel. Dem ist auch nach wie vor so, erklärt Patrick Grose vom Verein.

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Wichtig für den Garantiefall

Allerdings gebe es eben auch keine Schwimmhalle, die ohne Wartung auskommt. Bei einer nagelneuen Halle wie der Anklamer sei das gewissermaßen sogar noch wichtiger, immerhin gibt es bei Problemen nun auch noch Garantiezeiten für die Firmen. Dafür müssen dann allerdings auch die regelmäßigen Wartungen und Reinigungen fristgerecht erfolgen und dokumentiert werden.

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„Wir haben die Halle jetzt sieben Monate in Betrieb, würden wir bis zum nächsten Sommer warten, sind anderthalb Jahre rum. Viele Wartungen sind aber in einem Jahresturnus vorgegeben und können eben auch nicht im vollen Betrieb durchgeführt werden”, erläutert Grose.

Kontrolle von Hubboden und Elektronik

Dazu zählen etwa die Reinigung des Pufferspeichers und die Kontrolle des Hubbodens auf einem Teil der Bahn sowie die Kontrolle der elektronischen Anlagen, die jetzt anstehen, führt er Beispiele an.

Dass solche Arbeiten vorrangig in den großen Ferien durchgeführt werden, sei zudem auch anderenorts so. So geht etwa auch das Greifswalder Freizeitbads für derlei Arbeiten in die Sommerpause.

„Wir haben schon in den vergangenen Wochen gemerkt, dass jetzt die Nachfrage abnimmt und viele die Chance nutzen, draußen in einem See oder in der Ostsee baden zu gehen.

Außerdem pausieren nun auch der Schulsport und der Vereinssport, sodass wir uns schon die Zeit im Jahr ausgesucht haben, in der die Halle ohnehin am wenigsten nachgefragt wird”, erklärt Patrick Grose.

Wartung geht deutlich schneller

Für die Rettungsschwimmer des Vereins heißt es in den Ferien zudem keineswegs, dass sie eine Verschnaufpause einlegen. So stehen etwa schon zahlreiche Ferienlager und andere Aktivitäten auf der Liste, die einen Rettungsschwimmer brauchen und die es absichern gilt.

Auch in der letzten Schulwoche ging es für insgesamt zehn Vereinsmitglieder am Donnerstag noch mal an den Strand, um 200 Kinder der Schillerschule beim Ausflug an die Ostsee zu begleiten.

Einen Vorteil hat die neue Halle zudem durchaus: Die Wartung kann deutlich schneller erfolgen als in der Vergangenheit. So muss in diesem Jahr auch nicht über die gesamten Ferien geschlossen werden, sondern eben nur für vier Wochen.

Schwimmkurse in den letzten Ferienwochen

„In den letzten beiden Ferienwochen nehmen wir wieder an der Initiative des Landes „MV kann Schwimmen teil. Dort geht es darum, Kindern in einem zweiwöchigen Kurs möglichst sicheres Schwimmen zu vermitteln und sie letztendlich auch zu einem Schwimmabzeichen zu führen.

Das ist besonders für die Schulkinder wichtig, die in den zurückliegenden zwei Jahren während der Corona-Pandemie über weite Strecken auf Schwimmunterricht verzichten mussten”, so Grose. Wer sich für die Kurse interessiert und daran teilnehmen möchte, kann sich darüber in der Anklamer Schwimmhalle informieren, ergänzt er.

 

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