HOHER KRANKENSTAND

Anklamer Haushaltsdebatte wird verschoben

Auch im Januar wird nicht über die Anklamer Stadtfinanzen beraten. Die Stadtvertretersitzung wurde um einen Monat nach hinten verlegt. Ein hoher Krankenstand verlangsamt die Kämmerei
Anne-Marie Maaß Anne-Marie Maaß
Um einen Monat verschoben: Anklams Stadtvertretung soll nun erst wieder am 27. Februar tagen.
Um einen Monat verschoben: Anklams Stadtvertretung soll nun erst wieder am 27. Februar tagen. Karsten Riemer/Nordkurier-Archiv
Anklam.

Eigentlich sollten spätestens in den kommenden Wochen die Anklamer Stadtvertreter längst über den Haushaltsunterlagen für die kommenden zwei Jahre brüten. Doch die anstehenden Ausschusssitzungen samt Stadtvertretersitzung, die am 30. Januar geplant war, wurde nun noch einmal verschoben. Bürgermeister Michael Galander sei mit dieser Bitte an ihn herangetreten und man habe sich gemeinsam auf diese Lösung geeinigt, erklärt Anklams Bürgervorsteher Andreas Brüsch (beide IfA).

Hoher Krankenstand sorgt für Probleme

Ein neuer Termin wurde nun Ende Februar angesetzt. Grund für den Aufschub: Durch den hohen Krankenstand in der Kämmerei sei es immer noch nicht gelungen, den Anklamer Haushaltsplan für die nächsten zwei Jahre fertigstellen, so Brüsch. In den Jahren 2020/21 will die Hansestadt wieder mit einem Doppelhaushalt arbeiten – eigentlich, um mehr Planungssicherheit zu bekommen, dies scheint jedoch in der Finanzabteilung des Rathauses aktuell für Probleme zu sorgen.

Immerhin wurde die Beratung über den Haushalt nun bereits zum zweiten Mal vertagt. Die Haushaltsplanung war zunächst bereits im Dezember 2019 avisiert worden, dann sollte der Finanzplan bis zum Ende des Jahres stehen, um ihn jetzt im Januar beraten zu können. Doch auch daraus wurde nun offenkundig nichts. Auch für den Bürgervorsteher ist dies durchaus ärgerlich. Zwar habe er Verständnis für die Verwaltung, andererseits haben sich auch die Stadtvertreter auf die vorgegebenen Termine eingestellt, eine Verschiebung der Sitzung sei somit auch für die ehrenamtlichen Lokalpolitiker nicht so leicht, so Brüsch.

Dennoch halte er den Entschluss, die Sitzung nun komplett um einen Monat zu verlegen, für die richtige Entscheidung. Andere Tagesordnungspunkte stehen derzeit nicht zuhauf an und könnten somit noch warten. Gleichzeitig würde so eine extra Sitzung für den Haushalt und die damit verbundenen Kosten eingespart. Denn die nächste planmäßige Zusammenkunft der Anklamer Stadtvertreter steht danach erst wieder Anfang April an.

Die Zeit für den Haushaltsbeschluss drängt

Solange sollte der Beschluss über den Haushalt jedoch nicht vertagt werden. Immerhin, nach der Entscheidung der Stadtvertreter muss auch noch die Kommunalaufsicht über das Papier befinden, ehe es an die Umsetzung und somit auch an die geplanten Investitionen der Stadt gehen kann. Dass allerdings auch die Einigung mit der Kreisbehörde mitunter auch noch einmal mehrere Monate dauern kann, haben nicht zuletzt die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren gezeigt.

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