SCHIEDSRICHTER MIT 14

Anklamer Junge zeigt Fußballern, wo es langgeht

Als einer der jüngsten Schiedsrichter in Mecklenburg-Vorpommern gilt für Felix Halfpap zukünftig, in Sekundenbruchteilen Entscheidungen zu treffen. Der Anklamer träumt von Einsätzen in der Bundesliga.
Stefan Justa Stefan Justa
Der Anklamer Felix Halfpap zählt seit wenigen Tagen zu den jüngsten Schiedsrichtern in Mecklenburg-Vorpommern. Er pfeift für seinen Heimatverein.
Der Anklamer Felix Halfpap zählt seit wenigen Tagen zu den jüngsten Schiedsrichtern in Mecklenburg-Vorpommern. Er pfeift für seinen Heimatverein. Setfan Justa
Der Anklamer Felix Halfpap zählt seit wenigen Tagen zu den jüngsten Schiedsrichtern in Mecklenburg-Vorpommern. Er pfeift für seinen Heimatverein.
Der Anklamer Felix Halfpap zählt seit wenigen Tagen zu den jüngsten Schiedsrichtern in Mecklenburg-Vorpommern. Er pfeift für seinen Heimatverein. Stefan Justa
Anklam.

Pfeifen oder selbst kicken? Wenn Felix Halfpap zukünftig auf dem Fußballplatz steht, wird er sich in unterschiedlichen Rollen wiederfinden – als Spieler und Schiedsrichter. Der 14-jährige Anklamer zählt seit wenigen Tagen zu den jüngsten Referees in Mecklenburg-Vorpommern. Er hat den Schiedsrichter-Lehrgang des Fußballverbandes Vorpommern-Greifswald erfolgreich abgeschlossen und verstärkt zukünftig das Unparteiischen-Team seines Heimatvereins.

„Wir freuen uns riesig darüber, dass sich Felix dazu entschlossen hat, für unseren Verein nicht nur als Nachwuchsspieler, sondern auch als Schiedsrichter aktiv zu sein. Gemeinsam mit Wilfried Kienel, Eckard Hermann und Jens Richter bildet er ab der kommenden Saison unser Schiedsrichter-Quartett“, erklärt VFC-Vorstandsmitglied Reinhard Lüdemann und fügt hinzu: „Es ist allseits bekannt, dass Vereine große Schwierigkeiten haben, ihr Schiedsrichter zu gewinnen. Umso erfreulicher ist es, dass sich Felix aus eigenem Antrieb dazu entschlossen hat, diesen Weg einzuschlagen.“

Seinen ersten Einsatz als Chef auf dem Platz hat Felix Halfpap bereits hinter sich. Er pfiff das jüngste Kreisklasse-Heimspiel der Anklamer E2-Junioren gegen die SG Kröslin/Lubmin. „Ich war aufgeregt, es lief aber ziemlich gut“, blickt der Peenestädter zurück.

Der Junge hat noch ehrgeizige Ziele

Den Schritt, einen Schiedsrichter-Lehrgang zu absolvieren und als Referee zu fungieren, hat sich der 14-Jährige gut überlegt. „Ich fand die Aufgabe der Schiedsrichter schon immer interessant und habe mich intensiv damit auseinandergesetzt.“ Sein Schiri-Mentor ist Lutz Beckmann, der in der gerade abgelaufenen Saison die E2-Jugend trainiert hat und selbst als Unparteiischer aktiv ist. Felix hat durchaus ehrgeizige Ziele. „Ich möchte irgendwann Spiele der 3. Bundesliga leiten. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg“, weiß er.

Alte Hasen im Schiedsrichter-Geschäft sind dagegen Eckard Hermann und Wilfried Kienel, die in der vergangenen Spielzeit die beiden einzigen Referees des VFC gewesen sind. Beide sind Schiedsrichter aus Leidenschaft: „Uns bereitet das Pfeifen große Freude. Klar, macht man sich mit seinen Entscheidungen nicht immer beliebt. Das bekommt man dann auch zu spüren. Aber damit können wir ganz gut umgehen“, sagt Hermann, während Kienel ergänzt: „Ohne Schiri kein Spiel. Okay, eine Binsenweisheit, aber unleugbare Tatsache im Sportgeschehen. Umso wichtiger ist es, dass für regelmäßigen Nachwuchs an der Pfeifen-Front gesorgt ist und sich auch bei uns in der Region immer noch interessierte und engagierte Anwärter finden lassen.“ Auch sie freuen sich über die Verstärkung aus den eigenen Reihen.

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Kommentare (1)

Beides - spielen und pfeifen - wird auf Dauer nicht gehen, vor allem nicht, wenn es in den oberen Junioren- und Männerbereich geht. Bis dahin hat er ja noch ein wenig Zeit. Aber Männerspiele sind keine Nachwuchsspiele und auch keine Frauenspiele. Große Ziele setzen ist gut, Realitätssinn wichtig, viel Erfolg junger Mann.