Die Kinder und das Team vom ASB-Freizeitzentrum Gesundbrunnen stecken gerade in einer Filmproduktion.
Die Kinder und das Team vom ASB-Freizeitzentrum Gesundbrunnen stecken gerade in einer Filmproduktion. Matthias Diekhoff
Neugierig werden die Insekten betrachtet, die im Stadtbruch unterwegs sind.
Neugierig werden die Insekten betrachtet, die im Stadtbruch unterwegs sind. ZVG
Bei den Filmarbeiten kommt auch Tricktechnik zum Einsatz.
Bei den Filmarbeiten kommt auch Tricktechnik zum Einsatz. Matthias Diekhoff
Ferienfilmprojekt

Anklamer Kinder schrumpfen vor der Kamera

Insekten sind nicht besondes groß – aber das ist nur eine Frage der Perspektive, wie Anklamer Kinder gerade herausfinden. Sie drehen einen Kurzfilm über die Krabbler.
Anklam

„Wie wäre es eigentlich, wenn ich ganz klein wäre? So klein wie ein Insekt sogar?” Unter anderem mit solchen Fragen hat sich in dieser Woche etwa ein Dutzend Mädchen und Jungen im Rahmen des Projektes „Augen-Blicke” im ASB-Freizeitzentrum Gesundbrunnen beschäftigt.

Das Projekt an sich läuft schon seit Anfang Februar und bietet Kindern die Möglichkeit, sich unter Anleitung der Anklamer Künstlerin Ute Gallmeister einmal pro Woche mit verschiedenen künstlerischen Techniken zu beschäftigen.

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Ausflug in Anklamer Stadtbruch

In der ersten Ferienwoche standen nun allerdings an mehreren Tagen bewegte Bilder ganz im Mittelpunkt. Mit Unterstützung durch die Berliner Filmkünstlerin Nataša von Kopp haben die Kinder an einem Kurzfilm zum Thema „Insekten” gearbeitet. Das Thema habe sich dabei ganz von selbst ergeben, erklären die beiden Künstlerinnen, nachdem klar war, dass es innerhalb der Projektwoche auch einen Ausflug in den Anklamer Stadtbruch geben wird, bei dem natürlich mit zahlreichen Begegnungen mit den Sechsbeinern zu rechnen ist.

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Generell sei es bei dem Projekt so, dass die Kinder bestimmen, wohin die Reise geht. Und da es dabei auch immer wieder neue Ideen gibt, entstehe vieles erst beim Machen und keiner könne am Anfang sagen, was Ende genau dabei herauskommt.

Insekten auf Augenhöhe

In dem Kurzfilm soll es nun voraussichtlich um Kinder gehen, die geschrumpft werden und so den Insekten quasi auf Augenhöhe begegnen. Dafür haben sich die Teilnehmer des Projektes, das im Rahmen des Programmes „Kultur macht stark” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird, die entsprechende Geschichte ausgedacht und haben im Stadtbruch mit Handys Film-, Foto- und Tonaufnahmen gemacht. Und sie haben sich nicht zuletzt auch mit Hilfe von Büchern mit Insekten beschäftigt.

Da dabei eine ziemlich große Menge an Daten zusammengekommen ist, wird das Ergebnis der Projektwoche voraussichtlich erst nach den Sommerferien zu besichtigen sein, erklärt Nataša von Kopp, die das Material im Anschluss bearbeitet und zusammenfügt. Aber man darf wohl auf eine bunte Mischung aus gespielten Szenen und fantasievollen Trickfilmpassagen gespannt sein.

Dinge bewusst wahrnehmen

Schließlich ist es nicht der erste Kurzfilm, den die Kinder vom Gesundbrunnen gemacht haben. Es gibt zum Beispiel schon einen, der sich um den Schlüssel für den Kunstraum dreht, der plötzlich nicht mehr aufzufinden ist. Ein Film nach wahren Begebenheiten, wenn man so will, denn dass ein Schlüssel gesucht wird, komme im Freizeitzentrum gar nicht mal so selten vor, berichtet Mitarbeiterin Ute Breede. Und darum soll es in dem Projekt „Augen-Blicke” im Wesentlich ja auch gehen: Dinge bewusst wahrnehmen und künstlerisch verarbeiten, erklärt Ute Gallmeister.

Das Medium Film sei dabei besonders geeignet, die Mädchen und Jungen einzubeziehen, da es dabei für jeden etwas zu tun gibt, und sei es nur, Geräusche aufzunehmen. Auf das Gemeinschaftswerk, das dabei am Ende entsteht, seien dann immer alle sehr stolz, auch wenn sie sich am Anfang zumeist noch die Zurückhaltung üben würden, weiß Ute Breede.

 

 

 

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