Die Rollsportler in Anklam müssen sich wohl noch eine ganze Weile mit ihrer alten Bahn begnügen. Ein Neubau wurde nu
Die Rollsportler in Anklam müssen sich wohl noch eine ganze Weile mit ihrer alten Bahn begnügen. Ein Neubau wurde nun von der Stadt auf Eis gelegt. Stefan Justa
Sport

Anklamer müssen vorerst auf neue Rollsportbahn verzichten

Extrem gestiegene Kosten und eine niedrigere Förderung bedeuten wohl das vorläufige Aus für eine neue Rollschuhbahn in Anklam. Die Planungen dazu wurden nun auf Eis gelegt.
Anklam

Noch ist der Haushaltsplan der Hansestadt Anklam für 2022/23 nicht einmal von der unteren Rechtsaufsicht genehmigt, da scheinen die ersten angedachten Investitionen, die in dem Papier festgehalten wurden, bereits überholt zu sein. So musste Bürgermeister Michael Galander jüngst den Planungsstopp für die Erneuerung der Rollsportbahn verkünden. Dies liege vor allem daran, dass anvisierte Fördermittel des Landes nun wohl doch nicht in der vollen Höhe zur Verfügung gestellt werden können, begründete er.

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Ohne Hilfe nicht finanzierbar

Ohne die Finanzspritze aus Schwerin scheint das Projekt für die Stadt allerdings nicht finanzierbar zu sein. So waren für eine umfassende Sanierung ursprünglich mal Kosten von 550 000 Euro in den Jahren 2021 und 2022 geplant worden. Die Stadt Anklam sollte davon allerdings nur rund 10 Prozent aus Eigenmitteln finanzieren.

Das steht nun jedoch anscheinend nicht mehr zur Debatte. Zudem seien die Baukosten extrem gestiegen, so der Bürgermeister. Der neue Eigenanteil der Stadt würde sich so wohl alleine auf rund 400 000 Euro belaufen, teilte er mit. Eine Summe, die die Stadt Anklam nach aktueller Haushaltslage nicht aufbringen könne. Dementsprechend sei das Neubauprojekt vorerst auf Eis gelegt worden. Man müsse nun schauen, ob und zu welchen Kosten eine Reparatur der Bahn möglich sei, so das Stadtoberhaupt.

Verletzungsgefahr durch Risse

Immerhin, noch bei der Haushaltsberatung im Dezember 2021 hatte man der Bahnsanierung einen hohen Stellenwert eingeräumt und deren Wichtigkeit vorangestellt. Durch Risse in der Rollschuhbahn bestehe eine Verletzungsgefahr für die Nutzer, hieß es damals noch zur Begründung der vergleichsweise hohen Investitionssumme für die städtische Sportanlage.

Neubau am Stadion geplant

Als weitere Großinvestitionen im Sportbereich ist für das laufende Haushaltsjahr noch die Neuerrichtung eines Multifunktionsgebäudes am Stadion für rund 3,8 Millionen Euro geplant. Die Maßnahme soll zu 90 Prozent vom Land gefördert werden.

Ruderer sollen Geld erhalten

Auch die Ruderer sollen in diesem Jahr noch von städtische Mitteln profitieren. So steht dort die Sanierung des Vorplatzes am Ruderhaus an. Dieser sei unterspült und weise Risse und Unebenheiten auf. Die Kosten liegen hier bei rund 35 000 Euro.

Aktuell steht für die Stadt Anklam allerdings auch noch die Haushaltsgenehmigung durch den Landkreis aus, bevor die Investitionen im freiwilligen Bereich ins Auge gefasst werden können.

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