Mirko Kagemann (Mitte), Geschäftsführer des ASB in Vorpommern-Greifswald, nimmt einen Scheck in Höhe von 460 Eu
Mirko Kagemann (Mitte), Geschäftsführer des ASB in Vorpommern-Greifswald, nimmt einen Scheck in Höhe von 460 Euro von der Bereitschaftspolizei Anklam entgegen. ZVG/ ASB
Letzter Wunsch

Anklamer Polizei spendet für ASB-Wünschewagen

Die Anklamer Bereitschaftspolizei hat ihre Aufwandsentschädigung aus einer Blutspendeaktion dem landesweiten Projekt „Wünschewagen“ des ASB gespendet.
Anklam

Menschen in ihrer letzten Lebensphase noch ein wenig Freude schenken – das ist die Mission der ASB-Wünschewagen in Mecklenburg-Vorpommern. Das rein ehrenamtlich getragene und ausschließlich aus Spenden finanzierte Projekt erfüllt schwerstkranken Menschen einen besonderen Herzenswunsch und fährt sie gemeinsam mit ihren Familien und Freunden noch einmal an ihren Lieblingsort.

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Mehr als 1400 Wünsche haben die rund 1300 freiwilligen Wunscherfüller bereits wahr werden lassen. Allein 2020 und 2021 waren es zwischen 70 und 80, bestätigt der Geschäftsführer des ASB in Vorpommern-Greifswald, Mirko Kagemann.

100 Fahrten sind Ziel für 2022

„Mehr war Corona-bedingt nicht drin. Grundsätzlich ist die Tendenz steigend. Das hängt natürlich damit zusammen, dass wir immer bekannter werden. Und das freut uns. Unser Ziel war 2022 die 100 Fahrten zu schaffen. Aber Corona wird uns wohl auch dieses Jahr einen Strich durch diese Hoffnung machen”, so Kagemann weiter.

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In Sachen Spenden hat der Wünschewagen kürzlich Unterstützung von der Anklamer Bereitschaftspolizei bekommen. So haben die Kollegen einen Scheck in Höhe von 460 Euro für das Projekt übergeben. Das Geld stammt aus der Aufwandsentschädigung, die den Polizisten bei einer Blutspendeaktion gezahlt worden ist und das sie am Ende für einen guten Zweck einsetzen wollten.

Ein letztes Mal zum Leuchtturm

Und einen guten Zweck erfüllt der Wünschewagen in jedem Fall. Zuletzt haben die Helfer den letzten Wunsch eines Mannes erfüllt, der noch einmal gemeinsam mit seinen Kindern einen Ausflug zum Leuchtturm nach Sassnitz machen wollte. Wünsche dieser Art seien die häufigsten, bestätigt auch der ASB-Geschäftsführer.

In den meisten Fällen ginge es darum, sterbenskranken Menschen noch einmal Zeit mit der Familie zu ermöglichen. Viele sehnen sich auch danach noch ein letztes Mal das eigene Zuhause zu besuchen oder noch einmal die Ostsee zu sehen und zu spüren.

Hoffnung auf weitere Spenden

Aber auch die Erfüllung dieser, augenscheinlich so einfachen Träume, muss finanziell gestemmt werden können und das klappt nur mit Spenden. Mirko Kagemann dankt den Anklamer Polizisten für ihre Unterstützung und hofft auf weitere Spenden für dieses Projekt.

SPENDENKONTO WÜNSCHEWAGEN MV
Kontoinhaber: ASB-LV Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE82 1002 0500 0001 4951 00
BIC: BFSWDE33BER

 

 

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