INFRASTRUKTUR

Anklamer Straßenzüge liegen im Dunkeln

Seit Wochen liegen einige Straßen im Anklamer Innenstadtbereich des Nachts im Dunkeln – die Straßenbeleuchtung ist ausgefallen. Eine Fachfirma sucht zwar fieberhaft nach dem Fehler, doch fündig geworden ist sie noch nicht.
Karsten Riemer Karsten Riemer
Aktuell wird eifrig der Fehler im Stromnetz gesucht.
Aktuell wird eifrig der Fehler im Stromnetz gesucht. Karsten Riemer
Anklam.

Die Tage werden wieder kürzer, und der Bedarf an elektrischem Licht steigt. Doch nicht nur in den eigenen vier Wänden betätigen die Vorpommern wieder früher den Lichtschalter. Auch im öffentlichen Raum ist eine funktionierende Straßenbeleuchtung bereits in den ersten Abend- sowie frühen Morgenstunden nötig – sei es für die Hunderunde oder den Gang zum Auto, um zur Arbeit zu fahren. Während das in der Hansestadt Anklam eigentlich eine Selbstverständlichkeit darstellt, scheinen einige Straßen davon jedoch ausgenommen.

„Wir hatten heute Nacht wieder keine Beleuchtung“, sagt Seniorin Elke Panzer. Sie wohnt in der Nikolaikirchstraße und ärgert sich über das fehlende Licht. Nach einem Unfall ist sie sturzgefährdet und darum besonders auf eine funktionierende Beleuchtung angewiesen, wenn sie zum Abend noch einmal das Haus verlassen will. „Man traut sich abends gar nicht mehr mit dem Hund raus“, sagt sie. Auch viele ältere Menschen würden in der Straße wohnen, die ebenso auf die Straßenlaternen angewiesen seien.

Stadt hat bereits eine Elektrofirma beauftragt

Und das Licht fehlt nicht erst seit einer Nacht. „Das geht jetzt schon in die dritte Woche rein“, sagt Elke Panzer. Zwischendurch habe es zwei Tage funktioniert, bevor in der Straße wieder Dunkelheit herrschte. Nachbarn und Elke Panzer selbst hätten sich auch schon an die Stadt gewandt. „Ich hab da erst letzte Woche angerufen“, sagt die Anklamerin. Daraufhin sollte eine Elektrofirma beauftragt werden, die sich des Problems annimmt. Passiert sei jedoch nichts.

Auch in der angrenzenden Schulstraße und der Brüderstraße ist ihr die fehlende Beleuchtung aufgefallen. „Zumindest zeitweise ist es da dunkel“, sagt die Seniorin. Im Gegensatz dazu sei der Teil zwischen der Max-Sander-Straße und der Nikolaikirchstraße beleuchtet. „Obwohl da keiner mehr wohnt“, sagt die Anwohnerin. „Davon ist mir bisher gar nichts bekannt“, erklärt Anklams Bauamtschefin Sylvia Thurow auf Nordkurier-Anfrage. Im Normalfall seien solche Probleme aber ganz schnell behoben. Es sei denn, es handle sich um einen Fehler, der nicht in den Lampen, sondern im Stromnetz begründet ist.

Ursache ist noch immer unklar

Der Radius, in dem die Beleuchtung ausgefallen ist, legt diese Vermutung nahe, wie auch die zuständige Bearbeiterin Manuela Kwasniak bestätigt. Es handle sich bei der Ursache um einen größeren Kabelfehler. Zusätzlich zu den Straßenlaternen, die bereits Anwohnerin Elke Panzer aufgefallen sind, seien auch weitere Straßen betroffen. So auch die Wollweberstraße oder die Straße Kleiner Wall. Dort liege zwar nicht alles im Dunkeln, aber einzelne Leuchten seien ausgefallen. „Die beauftragte Firma arbeitet an der Behebung der Mängel“, sagt Manuela Kwasniak. Dazu ist momentan ein Messwagen im Einsatz, um den Fehler ausfindig zu machen. Vor Ort stellt sich dieses Unterfangen allerdings recht kompliziert dar. Aktuell lasse sich nur grob eingrenzen, wo das Problem liegt, hieß es von der zuständigen Elektrofirma.

Wann die Anwohner in den betroffenen Bereichen wieder mit einer funktionierenden nächtlichen Beleuchtung rechnen können, ist also noch nicht abzusehen.

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