KOMMUNALE FINANZEN

Anklamer Vereine und Verbände warten auf ihr Geld

Viele Anklamer Ehrenamtler hatten auf eine schnelle Auszahlung der Stadt-Zuschüsse gehofft – doch daraus wurde nichts. Wann Geld fließt, ist noch nicht klar.
Anne-Marie Maaß Anne-Marie Maaß
Wann in Anklam wieder Geld für die Vereine fließt, kann noch niemand genau sagen.
Wann in Anklam wieder Geld für die Vereine fließt, kann noch niemand genau sagen. Jens Büttner
Anklam.

Ende August – und noch immer ist nichts passiert. Vereine und Verbände in Anklam warten immer noch auf finanzielle Unterstützung der Stadt – mit der sie oft fest gerechnet haben. „Für viele Vereine ist es eine wichtige Unterstützung, auch wenn es teilweise vielleicht nur kleine Beträge von fünfzig oder einigen hundert Euro sind“, kritisierte Monika Zeretzke, Fraktionschefin der Linken, bei der Sitzung der Stadtvertreter in der vergangenen Woche.

Eigentlich war an den frühen Beschluss der Stadtvertreter für den Haushalt 2019 die Hoffnung geknüpft, dass die Mittel in diesem Jahr schneller ausgezahlt werden können, doch daraus wurde offensichtlich nichts. Im Juni folgte erst die Haushaltsgenehmigung durch den Landkreis – mit Auflagen.

Wie wichtig das Geld für das Ehrenamt ist, weiß auch Bürgermeister Michael Galander (IfA). Allein: Die Stadt darf die Zuschüsse nicht auszahlen, weil sie mit einer Haushaltssperre belegt sind. Diese habe die Aufsichtsbehörde des Landkreises verlangt, erklärt er. Der Bürgermeister attestiert dieser in Teilen eine „bockige Haltung“.

Haushaltssperre soll 77.500 Euro einsparen

So gebe die Hansestadt zwar in diesem Jahr auf dem Papier mehr Geld für den freiwilligen Bereich aus, dies sei aber hauptsächlich einer Altersteilzeitregelung in der Stadt-Info geschuldet, erklärt Galander. Dass diese Personalstelle mit dem Budget für freiwillige Leistungen verknüpft wird, ergebe sich aus der Haushaltsführung.

Rein praktisch könne er die Sperren aber nicht wirklich nachvollziehen, so der Bürgermeister. Galander hofft nun darauf, im Gespräch mit Landrat Michael Sack (CDU) eine Lösung zu finden. Konkret sollen mit den Haushaltssperren Mehrausgaben von 77.500 Euro im freiwilligen Bereich eingespart werden, erklärt die Anklamer Kämmerin Beatrix Wittmann-Stifft. Das betrifft beispielsweise auch die Zuschüsse, die der Kulturausschuss jährlich als Förderung für Sport, Kultur und soziale Projekte vergeben kann.

Im Bereich Sport seien dabei nicht nur die eingeplanten 5000 Euro für konkrete Projekte auf Eis gelegt worden, sondern auch weitere 15.000 Euro, die den Vereinen anteilig für die aktiven Kinder und Jugendlichen ausgezahlt werden. Weiterhin betroffen von den Haushaltsauflagen sind auch 5400 Euro für soziale Projekte und 10.000 Euro für die Kulturförderung. Ebenso haben die Mittel für den Anklamer Weihnachtsmarkt bislang noch kein grünes Licht bekommen, erklärt Wittmann-Stifft.

Trotz allem betont Michael Galander, dass die Stadt in diesem Jahr eine gute Haushaltsgenehmigung erhalten habe. An einzelnen Punkten gebe es eben noch Klärungsbedarf. Er hofft jedoch darauf, dass es schnell zu einer Lösung kommt und die Vereine vielleicht schon im September die Zuschüsse erhalten können.

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