MEHR RÜBEN

Anklamer Zuckerfabrik darf mehr produzieren

Die Anklamer Zuckerfabrik will ihre Kapazitäten erhöhen. Dazu braucht es grünes Licht vom StALU. Das gut zwei Jahre andauernde Verfahren soll nun ein positives Ende finden.
Anne-Marie Maaß Anne-Marie Maaß
Die Anklamer Zuckerfabrik will in Zukunft bis zu 16 000 Tonnen Rüben pro Tag verarbeiten. Das wäre eine Steigerung um 4000 Tonnen zur bisherigen Produktion.
Die Anklamer Zuckerfabrik will in Zukunft bis zu 16 000 Tonnen Rüben pro Tag verarbeiten. Das wäre eine Steigerung um 4000 Tonnen zur bisherigen Produktion. Philipp Schulz
Anklam.

Gute Nachricht zum Jahresende gibt es für die Anklamer Zuckerfabrik – in den kommenden Tagen soll dort die Genehmigung für die Erweiterung der Rübenverarbeitung im Postfach landen. Bis er das Papier in den Händen hält, will Zuckerfabrik-Geschäftsführer Matthias Sauer eigentlich noch nicht jubeln.

Dennoch freue er sich natürlich außerordentlich darüber, so Sauer. Für ihn und seine Mitarbeiter sei dies eine frohe Botschaft kurz vor der Weihnachtszeit und ein wichtiger Schritt in die Zukunft.“ Wir haben auch einen Generationenwechsel in der Fabrik vollzogen und beschäftigen viele junge Mitarbeiter, für sie ist dies ein wichtiges Zeichen“, sagt der Geschäftsführer.

So dürfen mit der Genehmigung künftig 16 000 anstatt bislang 12 000 Tonnen Rüben pro Tag verarbeitet werden. „Für die mit der neuen Genehmigung vorgesehene Ausdehnung der Kampagne galt es, alle Facetten möglicher Umweltauswirkungen zu prüfen. Die einzelnen Themen dazu, also Geruch, Lärm und Wasser, sind ja bekannt und auch ausführlich öffentlich erörtert worden“, heißt es aus der zuständigen Behörde, dem stattlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) in Stralsund.

„Für die Genehmigungsbehörde gebietet es das Schutzbedürfnis von Umwelt und Anwohnern, diesem Prozess die nötige Zeit einzuräumen, als auch das Ergebnis dem Ausführenden, also der Zuckerfabrik, zu vermitteln“ so StALU-Leiter Matthias Wolters.

Angespannter Zuckermarkt macht Ausbau notwendig

Die Erweiterung sei wichtig, um am angespannten Zuckermarkt bestehen zu können, erklärt Matthias Sauer. Damit verbunden sind auch deutliche Modernisierungen und Veränderung in den technischen Abläufen der Fabrik. Insgesamt wurden in Anklam von dem niederländischen Betreiber Suiker Unie über 60 Millionen Euro investiert, um den Standort in Vorpommern zu einer der modernsten und somit auch „grünsten“ Zuckerfabriken Europas zu entwickeln.

Mit der nun anstehenden Genehmigung könnten die Anklamer quasi ab sofort die Verarbeitungskapazitäten erhöhen. Dazu werde es aber noch nicht kommen, so Matthias Sauer. So müssten sich auch die Angestellten erst an die technischen Neuerungen gewöhnen.

Auch den Rübenanbauern wurde bereits signalisiert, dass es vorerst nicht zu einer Steigerung kommen wird. Dies sei auch bereits für die kommende Kampagne 2020/21 angekündigt worden, so Matthias Sauer. Allerdings haben sich die Anklamer Zuckerkocher diesbezüglich noch ein Hintertürchen offen gehalten. „Wir wissen, dass es seitens der Anbauer auch hohe Erwartungen an uns gibt und durchaus Bauern mehr Rüben auf den Acker bringen wollen“, so Sauer.

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