MAGERE ERNTE ERWARTET

Anklamer Zuckerfabrik startet Rübenkampagne

Die Rübenlaster rollen wieder: Am Dienstagmorgen wird der erste am Tor der Zuckerfabrik Anklam erwartet. Zuckerrüben von 20.000 Hektar werden in Anklam verarbeitet.
dpa
Vor wenigen Tagen haben die Bauern mit dem Roden der Zuckerrüben begonnen.
Vor wenigen Tagen haben die Bauern mit dem Roden der Zuckerrüben begonnen. Stefan Sauer
Anklam.

In der Zuckerfabrik Anklam startet am Dienstag die diesjährige Verarbeitungskampagne. Vor wenigen Tagen haben die Bauern mit dem Roden der Zuckerrüben begonnen. Bis zum 15. Januar wird aus den Rüben Zucker gewonnen. Darüber hinaus entstehen bei der Verarbeitung auch Bioethanol, Biomethan und Futtermittel. Bioethanol und Biomethan würden als Alternative zu fossilen Kraftstoffen genutzt, erklärt die Zuckerfabrik im Internet.

In diesem Jahr haben Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern auf rund 25.000 Hektar Zuckerrüben angebaut. Damit wuchs die Fläche im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent und im Vergleich zum mehrjährigen Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2017 um vier Prozent. Die Bauern liefern an zwei Verarbeiter: in die zum Konzern Suiker Unie gehörenden Zuckerfabrik Anklam und in die Zuckerfabrik Uelzen (Niedersachsen), wo die Verarbeitungskampagne am 19. September beginnt.

Lieferanten auch aus der Uckermark

Allerdings rechnen die Bauern zumindest im Landesosten mit einer eher mageren Ernte. „Wir haben eine um zehn Prozent geringere Ertragserwartung als im Durchschnitt der letzten Jahre”, sagte Antje Ramm vom Anbauerverband. Grund sei die Trockenheit. Jedoch gebe es regionale Unterschiede: An der Küste seien die Erwartungen wegen höherer Niederschläge besser als im Süden des Landes.

Die Lieferanten der Zuckerfabrik Anklam reichen bis in die Uckermark in Brandenburg. Sie bauen nach Ramms Worten Zuckerrüben auf zusammen etwa 20.000 Hektar an. Nach Uelzen liefern Bauern aus dem Westteil des Landes. Sie haben dieses Jahr Zuckerrüben auf rund 5000 Hektar angebaut.

Beim Ernteergebnis kann sich aber noch einiges tun. Nach Proberodungen berichtete die Zuckerfabrik Anklam, dass die meisten Felder im Unterschied zum Vorjahr unkrautfrei und das Blattwerk der Rüben noch intakt sei. Das signalisiere ein erhebliches Zuwachspotenzial. „Ob das letztlich erreicht wird, hängst stark vom Witterungsverlauf ab.”

StadtLandKlassik - Konzert in Anklam

zur Homepage