Frieda Radlof vor dem Anklamer Rathaus, sie ist an der Peene aufgewachsen und lebt zurzeit in Berlin.
Frieda Radlof vor dem Anklamer Rathaus, sie ist an der Peene aufgewachsen und lebt zurzeit in Berlin. Louise Stauf
Junge Pferdeliebhaberin auf einem pommerschen Gut – das ist der Stoff, aus dem Frieda Radlofs Roman-Trilogie ist.
Junge Pferdeliebhaberin auf einem pommerschen Gut – das ist der Stoff, aus dem Frieda Radlofs Roman-Trilogie ist. ZVG Frieda Radlof
Frieda Radlof vor dem Anklamer Rathaus
Frieda Radlof vor dem Anklamer Rathaus Louise Stauf
Literatur

Anklamerin veröffentlicht ersten Roman mit Lokalkolorit

Die aus Anklam stammende Frieda Radlof bringt im Sommer ihre Familiensaga „Gut Rosenthal” auf den Markt. Die 26-Jährige erzählt, wie es dazu kam und was die Leser erwartet.
Anklam

Bereits in der Grundschule schrieb sie eigene Geschichten, mit 14 schloss sie ihren ersten Roman ab: Die 26-jährige Frieda Radlof aus Anklam hat schon immer leidenschaftlich gerne geschrieben.

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Die junge Autorin machte 2014 auf dem Lilienthalgymnasium ihr Abitur und studierte in Greifswald Politikwissenschaften, bevor sie 2021 nach Berlin zog, wo sie aktuell mit ihrem Partner lebt und dort an ihren Büchern schreibt.

Herzschmerz auf einem pommerschen Gut

Ihre Familiensaga „Gut Rosenthal” wird im Sommer bei einem Unterverlag des Lübbe-Verlags erscheinen – eine Trilogie, die im Pommern des Jahres 1886 spielt. „Es ist vorrangig ein Roman, der der Frauenunterhaltung zugeschrieben werden kann”, erklärt die Anklamerin.

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„Es geht um eine junge freiheitsliebende Frau, die sich lieber im Sattel ihrer Pferde sieht, als auf gesellschaftlichen Anlässen. Nach ihrer Heirat kommt sie nicht mit ihrer Rolle als brave Gutsherrin zurecht und hat Schwierigkeiten, ihren Platz an der Seite ihres Ehemannes zu finden. Und dann verliebt sie sich auch noch in einen anderen Mann...”

Von der Landschaft im Peenetal inspiriert

Mehr möchte Frieda Radlof noch nicht über den Inhalt ihres Dreiteilers verraten. Sie freut sich auf die Veröffentlichung des ersten Teils ihrer Familiensaga, der ab dem 29. Juli als eBook erhältlich sein wird. „Ob es eine Printausgabe geben wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest”, so die Autorin.

Die Idee zum Roman kam ihr beim Joggen über die Peenewiesen. Dort stellte sie sich eine Reiterin vor, die auf ihrem Pferd über die Felder galoppierte. Schon war die Protagonistin ihrer Familiensaga entstanden und auch über den Ort des Geschehens war sich die Autorin schnell im Klaren.

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Inspiriert wurde sie beim Schreiben der Geschichte von der flachen Landschaft und der unverwechselbaren Atmosphäre ihrer Heimatregion. Ihr Wunsch ist es, den Leserinnen und Lesern „ihr” Vorpommern zu zeigen. „Ja, ich habe mein Gefühl zur und die Verbundenheit mit der Region in dem Roman verarbeitet”, so Frieda Radlof.

Viel Spaß bei historischer Recherche

Ein großer Schritt für die junge Autorin war zudem, einen Roman zu verfassen, der im 19. Jahrhundert angesiedelt ist. Frieda Radlof musste viele historische Kontexte recherchieren und sich in die Gepflogenheiten des Jahres 1886 einlesen: „Durch mein Studium habe ich viel Erfahrung im Recherchieren gesammelt. Und während meiner Arbeit an dem Roman habe ich gemerkt, wie viel Spaß es mir bereitet, mir historische Fakten zu erschließen.”

Und sie ergänzt: „Bei den Themen Pferde und Leben auf einem Gestüt habe ich viel Unterstützung von Freunden bekommen, die mich mit Informationen aus dem Reiterleben versorgt haben.”

Den dritten und letzten Band von „Gut Rosenthal” hat Frieda Radlof vor wenigen Wochen beim Verlag eingereicht. Und mit Sicherheit können sich interessierte Leser bald auch auf ein neues Buchprojekt der Autorin aus Anklam freuen.

 

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