Akademieleiter Peter Hadeball (links) und Projektleiterin Birgit Heidschmid von der Fortbildungsakademie der Wirtschaft pr&aum
Akademieleiter Peter Hadeball (links) und Projektleiterin Birgit Heidschmid von der Fortbildungsakademie der Wirtschaft präsentieren den neuen Namen auf dem Transporter des Sozialladens. Foto: Matthias Diekhoff Matthias Diekhoff
Umbenennung

Anklams wichtigster Sozialladen hat neuen Namen

Hunderte Arbeitslose dort einen Ein-Euro-Job. Und in dem gemeinnützigen Kaufhaus sind bisher fast 52.000 kleine und große Dinge über den Ladentisch gegangen.
Anklam

Der Sozialladen in der Anklamer Lindenstraße heißt nun „Novi-Life”, ansonsten ändere sich aber nichts, erklärte am Freitag Peter Hadeball, Leiter der Fortbildungssakademie der Wirtschaft, die der Träger der Einrichtung ist. Die Umbenennung sei fällig geworden, damit sämtliche gemeinnützigen Kaufhäuser, die die Akademie betreibt, künftig unter dem gleichen Namen agieren und so besser im Internet gefunden werden können – was auch für höhere Erlöse sorgen soll. Die wiederum seinen notwendig, da die Mittel des Job-Centers, die in das Projekt fließen, immer weiter zurückgehen würden, erklärte der Akademieleiter im Rahmen eines kleinen Festes auf dem Parkplatz am Sozialladen.

Zehntausende Spenden

Bei der Gelegenheit zog Peter Hadeball auch eine Bilanz der Einrichtung, die es nun schon seit zwölf Jahren in Anklam gibt. In der Zeit wären fast 52.000 Einkäufe über den Ladentisch gegangen und auf der anderen Seite habe es weit über 21.000 Einzelspenden gegeben. Zudem hätten bisher 683 Frauen und Männer eine Arbeitsgelegenheit (Ein-Euro-Job) im Sozialladen gefunden. 51 davon wären anschließend auf dem ersten Arbeitsmarkt untergekommen. Und schließlich habe der Sozialladen neben der sozialen auch noch eine ökologische Komponente, die nicht außer Acht gelassen werden sollte. Denn die Dinge, die in der Einrichtung abgegeben werden, würden eben nicht auf dem Müll landen, sondern weiterverwendet.

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Daher gebe es auch keinen Grund, das Konzept des Sozialladens großartig zu verändern, sagte Peter Hadeball. Nach wie vor könnten dort kleine und große Dinge, angefangen beispielsweise vom Tee-Service über Kleidung und Spielzeug bis hin zur gesamten Wohnungseinrichtung, gespendet werden. Größere Gegenstände würden auch weiterhin kostenlos abgeholt. In den Werkstätten des Sozialladens würden dann eventuelle notwendige Reparaturen und Reinigungen vorgenommen, ergänzte Projektleiterin Birgit Heidschmid. Besonders benötigt würden im Moment vor allem Großgeräte wie Kühlschränke, Küchenherde und Waschmaschinen.

Zugute kommen die gespendeten Dinge den Empfängern von Hartz-IV, Grundsicherung und Wohngeld, die sie im Sozialladen zu einem kleinen Preis erwerben können.

Der Novi-Life-Sozialladen ist von montags bis freitags von 8.30 bis 16.30 Uhr geöffnet.

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