VERKEHR

Anwohner verärgert über gesperrte Kreisstraße

Der Weg zwischen Wahlendow und Buddenhagen nutzen die Anwohner gern, um auf kürzestem Weg auf die B 111 zu kommen. Jetzt hat der Landkreis Vorpommern-Greifswald die Strecke dicht gemacht. Warum denn das?
Matthias Diekhoff Matthias Diekhoff
Auf dem Abschnitt der Kreisstraße 19 zwischen Wahlendow und Buddenhagen ist die Durchfahrt verboten.
Auf dem Abschnitt der Kreisstraße 19 zwischen Wahlendow und Buddenhagen ist die Durchfahrt verboten. Matthias Diekhoff
Wahlendow.

Das Stück der Kreisstraße 19 zwischen Wahlendow (Gemeinde Rubkow) und Buddenhagen (Wolgast) ist sicher nicht das beste. Eigentlich ist es nur ein besserer Feldweg, der um diese Jahreszeit kaum noch zu befahren ist. Dennoch wird er von den Wahlendower Anwohnern genutzt, um zum Beispiel nach Buddenhagen zu fahren, wo sich die nächste Bahnstation befindet, oder auf dem kürzesten Weg zur B 111 und weiter nach Wolgast oder Greifswald zu kommen. Im Sommer quälen sich auch gelegentlich Touristen dort entlang, die ihrem Navigationsgerät mehr vertrauten als den Worten der Einheimischen.

Damit wird der Ort zur Sackgasse

Als vor einigen Tagen am Ortsausgang Wahlendow in Richtung Buddenhagen ein „Durchfahrt-verboten“-Schild aufgestellt wurde, waren die Verwunderung und das Unverständnis zumindest unter den Wahlendowern groß. Sie selbst kennen die Tücken der Piste, wissen damit aber umzugehen. Ärgerlich sei nicht nur, dass der Ortsteil der Gemeinde Rubkow damit quasi zur Sackgasse wird. Auch entstünden damit Umwege von bis zu 20 Kilometern Länge, „und das, wo doch alle vom Klimaschutz reden“, beschwert sich eine Anwohnerin.

Von Seiten des Landkreises heißt es, dass der Abschnitt Wahlendow – Buddenhagen gesperrt wurde, da die Verkehrssicherungspflicht durch den Eigentümer der Straße, also dem Landkreis als Baulastträger, nicht mehr gewährleistet werden konnte. „Teilbereiche der Straße sind aufgeweicht oder stehen unter Wasser. Sie sind nicht mehr befahrbar.“ Gegenwärtig werde allerdings an der Ertüchtigung der Straße gearbeitet. Was bedeutet, dass ein Straßenhobel die schlimmsten Löcher glättet. Problem dabei sei jedoch, dass viele Löcher noch voller Wasser stehen. „Ob die Straße für jeglichen Verkehr freigegeben wird, entscheidet sich nach Beendigung der Arbeiten Anfang dieser Woche“, heißt es aus der Kreisverwaltung.

Gibt es Ausnahmeregelungen für Anwohner?

Ausnahmeregelungen für die Anwohner – falls die Straße vorläufig gesperrt bleiben sollte – stünden nicht zur Debatte. Das nämlich würde bedeuten, dass der Landkreis der gefahrlosen Nutzung des Straßenabschnittes zustimmt. Genau das aber könne er gegenwärtig nicht. Wer die Strecke aber trotz Sperrung nutzen würde, müsse bei Kontrollen durch Ordnungsbehörden mit Verwarn- oder Bußgeldern für die Missachtung von Verkehrszeichen rechnen.

Dass sich auf der Kreisstraße 19 zwischen Wahlendow und Buddenhagen grundlegend etwas ändern könnte, ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Auf der viel zitierten Prioritätenliste der 60 dringend zu sanierenden Kreisstraßen-Abschnitte kommt diese Strecke überhaupt nicht vor.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Wahlendow

Kommende Events in Wahlendow

zur Homepage