ZUR INSEL USEDOM

Arbeiten am Swine-Tunnel gehen trotz Corona voran

Während in China an der benötigten Mega-Tunnel-Bohrmaschine gearbeitet wird, sind in Swinemünde bereits die Fundamenten in Arbeit.
In Swinemünde wird bereits eifrig an den Vorbereitungen für den Swine-Tunnel gearbeitet.  Foto: tunel-swinoujscie.pl
In Swinemünde wird bereits eifrig an den Vorbereitungen für den Swine-Tunnel gearbeitet. tunel-swinoujscie.pl
Swinemünde.

Trotz Corona-Krise wird der Bau des Tunnels unter der Swine, der künftig die Inseln Usedom und Wollin miteinander verbinden soll, fortgesetzt. Unter anderem wird derzeit in China an der Tunnel-Bohrmaschine gebaut, die extra für diese Zweck entworfen wurde. Wenn diesie schließlich in Polen angekommen und montiert ist, wird sie über einhundert Meter lang und 13,5 Meter hoch sein. Das Gewicht der Mega-Maschine wird über 2700 Tonnen betragen. Zum Einsatz soll sie dann erstmals in der ersten Hälfte des kommenden Jahres kommen.

Baustelle kann auf Internetseite begutachtet werden

Aber auch auf den Baustellen vor Ort ist bereits einiges zu sehen, was auch auf der Internetseite www. tunel-swinoujscie.pl dokumentiert wird. So ist auf der Usedomer Seite die Halle des Vorfertigungswerkes so gut wie fertig, in dem die Stahlbetonsegmente hergestellt werden, die für den Tunnelbau notwendig sind. Auf der Wolliner Seite werden wiederum die Fundamente für Hochspannungsmasten vorbereitet. Wegen der Corona-Situation finden alle notwendigen Besprechungen in Form von Videokonferenzen statt und die Mitarbeiter kontaktieren sich so weit wie möglich telefonisch und ohne direkte Kontakte, heißt es auf der Internetseite.Insgesamt soll der neue Straßenabschnitt eine Länge von 3,4 Kilometern haben, von denen fast die Hälfte durch einen Einrohr-Tunnel mit zweispuriger Fahrbahn führt. Fertig soll der Tunnel letztendlich bis zum September 2022 sein. Die Kosten des Verkehrsprojektes belaufen sich auf fast 800 Millionen Zloty (aktuell etwa 180 Millionen Euro) und werden zu 85 Prozent von der EU übernommen.

Sorgen, dass Verkehr noch mehr zunimmt

Während man sich auf der polnischen Seite durch den Tunnel eine Entspannung der Verkehrssituation erhofft, da die Swine bisher nur mit zwei Fährverbindungen gekreuzt werden kann, was vor allem im Sommer für lange Staus sorgt, ist man auf der deutschen Seite eher besorgt, dass der ohnehin schon starke Verkehr auf der Insel Usedom ab 2022 noch zunehmen wird.

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