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Asphalt im Park: Kritiker hoffen auf klare Worte von den Behörden

VonClaudia MüllerKommunalpolitiker sind überzeugt, dass im denkmalgeschützten Anklamer Stadtpark nicht alles erlaubt sein kann.Anklam.Im Streit um die ...

VonClaudia Müller

Kommunalpolitiker sind überzeugt, dass im denkmalgeschützten Anklamer Stadtpark nicht alles erlaubt sein kann.

Anklam.Im Streit um die Asphaltierung von Wegen im Anklamer Stadtpark haben Kommunalpolitiker jetzt klare Worte von den Denkmalbehörden gefordert. „Asphaltwege in denkmalgeschützten Stadtpark – das geht nicht“, ist Uwe Schultz von der SPD-Fraktion in der Stadtvertretung überzeugt. Und er ist optimistisch, dass das Vorhaben der Stadt Anklam, zwei weitere Hauptwege im Park zu asphaltieren (wir berichteten), nicht zum Tragen kommt. Denn wenn der Bauantrag geprüft wird, werden auch Fachleute gehört. Insofern erwarte er, dass die Asphalt-Variante aus Denkmalschutz-Gründen durchfällt. „Wenn nicht, verstehe ich die Welt nicht mehr“, meinte Stadtvertreter Uwe Schultz.
Auch Kay Karpinsky vom Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen, der sich zusammen mit der Initiative „Bitte lächeln altes Haus“ für Alternativen zur Asphaltierung stark macht, setzt Hoffnungen in das Genehmigungsverfahren und die Denkmalbehörden. „Wir werden darauf drängen, dass es von Behördenseite nicht nur Empfehlungen zur Gestaltung der Parkwege gibt, sondern Auflagen“, sagte Karpinsky. Und das heißt aus seiner Sicht: Kein Asphalt im Park – immerhin gebe es durchaus Alternativen, um die Wege zu befestigen.
Im Anklamer Stadtpark ist tatsächlich nicht alles erlaubt, machte Kreissprecher Achim Froitzheim deutlich. Denn der Park steht als Ensemble unter Denkmalschutz und das schränkt bautechnische Lösungen ein, sagte Froitzheim. Nach dem Bauantrag der Stadt laufe beim Landkreis nun ein denkmalrechtliches Genehmigungsverfahren. Dabei werden verschiedene technische Lösungen für die Parkwege geprüft, wobei sowohl wassergebundene Oberflächen als auch Teer-Varianten unter die Lupe genommen werden. Die Untere Denkmalbehörde beim Landkreis arbeitet dabei mit der Landesbehörde zusammen.
Die Denkmalbehörde hatte bei der Erneuerung des Radweges an der Parkallee und bei der Befestigung des Wirtschaftsweges zum Tiergehege der Asphaltierung zugestimmt. Der Aufforderung der Denkmal-Abteilung, die Farbe des Asphaltes abzustimmen, kam die Stadtverwaltung seinerzeit jedoch nicht nach. „Es gibt keine Farbgestaltung bei Asphalt“, begründete Bürgermeister Michael Galander (IfA). Die Stadt will mit Asphaltwegen unter anderem vermeiden, dass Folgekosten bei der Instandhaltung entstehen.