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Asphalt ja oder nein?

Asphalt im Park: Damit auch bei Schmuddelwetter die Wege passierbar sind.
Veronika Mueller

Wird der denkmalgeschützte Stadtpark "nur" saniert oder wird er komplett erneuert? Diese Frage erhitzt seit Wochen die Gemüter der Anklamer. Was meinen Sie dazu, liebe Leser?

Hintergrund: Zwei Wege - einer längs, einer quer - sollen mit Asphalt befestigt werden, damit ältere Bürger ihn auch bei oder nach schlechtem Wetter passieren können. Voraussetzung für die Arbeiten ist nach Aussage des städtischen Bauamtes eine so genannte Entknotung der Gräbensysteme im Park. "Sie haben nicht genügend Zug, ihre Funktion wirklich zu erfüllen", sagt die zuständige Rathausmitarbeiterin Katharina Häusler. Dies sollte bereits jetzt im Herbst gemacht werden, damit im Frühjahr mit der Sanierung der zwei Wege begonnen werden kann.

Doch der Denkmalschutz legte sein Veto ein und verhängte einen Baustopp. Bürgermeister Michael Galander war sauer und kündigte an, eine einstweilige Verfügung gegen diese Maßnahme zu erwirken. Doch bisher ist er diesen Schritt nicht gegangen. Ein für die nächste Woche angekündigter Termin mit den zuständigen Denkmalschutzbehörden aus Schwerin und Anklam sowie den städtischen Planern soll Klarheit über die Forderungen der Denkmalschützer und der Gegner der Asphaltierung bringen.

"Wir hoffen, dass alle Unklarheiten beseitigt und wir uns einigen werden können", sagte Bauamtschefin Sylvia Thurow. Nach wie vor befürchten die Gegner der Stadtparksanierung, dass "heimlich" hinter dem Rücken der Öffentlichkeit eine komplette Umgestaltung der historisch gewachsenen Anlage vorgesehen ist und damit quasi Tatsachen geschaffen werden. Andere wiederum wollen eine Sanierung unbedingt, weil sie es satt haben, stets über morastige Wege zu spazieren.