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Asylbewerber wehrt sich mit Pfefferspray

Vor allem nachts kein schöner Ort: Der Tatort am Haus der Bildung liegt abgeschieden. Der Asylbewerber wehrte sich dort gegen Angriffe einer vierköpfigen Jugendgruppe.
Vor allem nachts kein schöner Ort: Der Tatort am Haus der Bildung liegt abgeschieden. Der Asylbewerber wehrte sich dort gegen Angriffe einer vierköpfigen Jugendgruppe.
Jörg Foetzke

Ein 23-jähriger Asylbewerber aus Ghana ist in der Nacht zu Sonnabend in Anklam von mehreren Jugendlichen angegriffen und verletzt worden. Der Ghanaer wehrte sich mit Pfefferspray. Die Polizei konnte einen Verdächtigen ermitteln.

Erneut hat es in Anklam einen Übergriff auf einen Asylbewerber gegeben: Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, ereignete sich der Vorfall in der Nacht zu Sonnabend in Höhe des Hauses der Bildung an der Mühlenstraße. Der 23-jährige Mann, der aus Ghana stammt, war dort in den frühen Morgenstunden unterwegs, als er nach Angaben der Polizei von vier jugendlichen Männern zunächst angesprochen wurde. Im weiteren Verlauf des Gesprächs kam es dann zu Handgreiflichkeiten, bei denen der Ghanaer nach Polizeiangaben an der Hand verletzt wurde.

Er habe sich infolgedessen allerdings gewehrt, heißt es weiter im Polizeibericht, und Pfefferspray gegen einen der Angreifer eingesetzt. Anschließend sei er geflüchtet.

Der Angreifer habe sich daraufhin in medizinische Behandlung gegeben. Der Asylbewerber wiederum meldete sich erst tagsüber im Laufe des Sonnabends bei der Polizei, die daraufhin Ermittlungen aufnahm und die Identität eines 19-Jährigen Tatverdächtigen ermittelte. Gegen die Beteiligten wird jetzt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

Vermutungen zu einem möglichen rechtsextremen Hintergrund des Vorfalls wollte die Polizei zunächst mit Verweis auf die noch laufenden Ermittlungen nicht anstellen. Auf Nachfrage hieß es allerdings, die Beteiligten hätten sich bereits vor dem Vorfall gekannt. Die genaue Ursache der Auseinandersetzung sei derzeit aber noch unklar.