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Auf dem Heringsdorfer Bahnhof rollt jazzige Frauenpower an

Drei Generationen Jazz, Blues und Soul sind beim 16. Jazz auf dem Bahnhof Heringsdorf am Sonnabend zu hören, wenn die „Jazz Ladies“ Ruth Hohmann, Uschi Brüning und Jacqueline Boulanger gemeinsam auftreten.  FOTO: Thomas Ulrich

VonSandra GrüningDrei Generationen Jazz,drei wunderbare Frauenund eine ganz spezielle Zugfahrt – das sind die Zutaten für das16. ...

VonSandra Grüning

Drei Generationen Jazz,
drei wunderbare Frauen
und eine ganz spezielle Zugfahrt – das sind die Zutaten für das
16. Jazzfestival!

Heringsdorf.Sie sind jede für sich schon Legenden. Aber für das 16. Jazzfestival auf dem Heringsdorfer Bahnhof an diesem Sonnabend sind die drei „Jazz Ladies“ wieder einmal zusammen am Start. Ein einzigartiges Jazzvergnügen versprechen Ruth Hohmann, Uschi Brüning und Jacqueline Boulanger mit ihrem gemeinsamen Konzert auf dem Heringsdorfer Bahnhofsplatz. Gleich drei Generationen Jazz, Blues und Soul sind dann auf der Bühne vereint, präsentieren Jazz vom Feinsten.
Ruth Hohmann ist die Grand Old Jazz Lady. Mit ihrer voluminösen Stimme ist sie seit fast 50 Jahren auf den Bühnen der Welt unterwegs, hat mit ihrer Band „Die Jazz-Optimisten“ Dixielandgeschichte geschrieben. Auch heute wird sie wegen ihres Charmes, ihres Witzes und ihres Gesangs hoch geschätzt. Zusammen mit Uschi Brüning, die schon zu DDR-Zeiten die wohl markanteste Soulstimme der Republik besaß, und sich bis heute unter die Haut ihrer Zuhörer singt und der Wahl-Rostockerin Jacqueline Boulanger, die zu den derzeit gefragtesten Jazzinterpretinnen gehört, sind sie das absolute Highlight des diesjährigen Jazzfestivals. Um 21.15 Uhr beginnt ihr Konzert.
Doch schon zuvor darf auf dem Platz zu Swing und Dixie der „Big Band Black Bottom“ aus Berlin und den „Swing Lovers“ aus Stettin ordentlich das Tanzbein geschwungen werden. Die Musiker der „Big Band Black Bottom“ waren schon häufiger zu Gast beim Jazz auf dem Bahnhof. Die „Swing Lovers“ um den Pianisten Stefan Lubkowski sind in Polen seit Langem ein Begriff.
Aber eines darf beim Heringsdorfer Jazzfestival auf keinen Fall fehlen. Der Jazz-Zug. Zum bereits 16. Mal startet der um 15.33 Uhr in Wolgast. In diesem Jahr spielt sich der Saxophonist Jan Carlsen von der Rostocker Bigband „Blue Train“ durch die Waggons der UBB und sorgt sowohl während der Fahrt als auch auf den Bahnhöfen für musikalische Unterhaltung. Sobald der Zug im Heringsdorfer Bahnhof einfährt, beginnt das Jazzfestival.
Bis Mitternacht gibt‘s dann Musik auf die Ohren und in die Füße. Eine gemeinsame Mitternachtssession aller Künstler sorgt ab 23.30 Uhr für einen fulminanten Abschluss. „Und wenn ein paar heimliche Jazzliebhaber auf mich zukommen und das Fest unterstützen wollen, wäre ich begeistert“, sagt Karin Lehmann vom Eigenbetrieb der Kaiserbäder, der das Festival veranstaltet.