ANKLAMER INNENSTADT

Auf der Parkhausfläche wird bereits gegraben

In Anklam ist die Parkfläche an der Ecke Nikolaikirchstraße/Brüderstraße aktuell gesperrt. Nach dem Munitionsbergungsdienst stehen dort nun die archäologischen Voruntersuchungen an, damit im kommenden Jahr das Parkhaus gebaut werden kann.
Ines Paulitz ist als Mitarbeiterin des Landesamtes bei den Grabungen dabei.
Ines Paulitz ist als Mitarbeiterin des Landesamtes bei den Grabungen dabei. Anne-Marie Maaß
GWA-Geschäftsführer Thomas Riemer hatte bereits geäußert, dass ihm die angedachte Cortenstahl-Fassade nic
GWA-Geschäftsführer Thomas Riemer hatte bereits geäußert, dass ihm die angedachte Cortenstahl-Fassade nicht unbedingt gefalle. Anne-Marie Maaß
Anklam.

Wo einmal das Parkhaus in der Anklamer Innenstadt entstehen soll, ist die Parkfläche jetzt erst einmal gesperrt. Die Vorbereitungen für den Bau sind dort bereits angelaufen. Aktuell sind Mitarbeiter des Landesamtes für Archäologie und Denkmalpflege vor Ort, um sogenannte Suchschachtungen vorzunehmen, erklärt Thomas Riemer der Geschäftsführer der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft Anklam (GWA), die hier später bauen will.

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Zuvor sei bereits der Munitions- und Bergungsdienst vor Ort gewesen. Dort seien bislang allerdings keine Funde zu verzeichnen gewesen, so der GWA-Chef. Nun bleibe abzuwarten, wie die Grabungen weiter verlaufen. Nach dem Zweiten Weltkrieg seien Keller von zerstörten Häusern oftmals einfach zugeschüttet worden. Ob sich unter dem jetzigen Boden in den einzelnen Schichten interessante Funde verzeichnen lassen, erwartet auch Riemer gespannt.

Erteilung der Baugenehmigung im Frühjahr 2021

Die GWA habe beim späteren Parkhaus durchaus ein Interesse, den Funktionsbau mit einer möglichst ebenen Einfahrt umsetzen zu können, erklärt er. Dies habe sich psychologisch als hilfreich erwiesen, damit die Parkmöglichkeit nachher von den Nutzern auch gut angenommen werde, ergänzt der Geschäftsführer. Die aktuelle Fläche ist zum umliegenden Straßenniveau erhöht.

Nach weiteren Baugrunduntersuchungen steht dann noch die konkrete Planung für das energetische Konzept des Parkhauses bevor, das mit dem Bebauungsplan der Stadt konform sein muss, ehe das Bauprojekt reif ist für die Erteilung der Baugenehmigung. Mit diesem Schritt rechnet Riemer im Frühjahr 2021. Im kommenden Jahr soll auch der Baustart sein.

Noch keine Entscheidung über Außengestaltung

Eine Entscheidung darüber, wie die äußere Gestaltung des Parkhauses am Ende aussehen soll, ist indes noch nicht gefallen. Der neue GWA-Chef hatte bereits geäußert, dass ihm die angedachte Cortenstahl-Fassade nicht unbedingt gefalle. Bei dieser Meinung bleibe er auch, macht Riemer klar. „Solch eine markante Fassade gibt dem Zweckbau, der ein Parkhaus nun mal ist, eine höhere Bedeutung als ihm zukommen sollte – erst recht in direkter Nachbarschaft zu den neuen Gebäuden und der Nikolaikirche“, gibt er zu Bedenken. Zudem habe ein solches Stahlkonstrukt auch eine enorme Last, die eben auch im restlichen Gebäude aufgefangen werden muss. „Das macht den Bau natürlich auch teurer, so Riemer.

Klar ist derweil bereits, dass das Parkhaus in puncto Energieversorgung möglichst modern und autark mit erneuerbaren Energien ausgestattet werden soll. Dazu werden auch Ladestellen für Elektrofahrzeuge und Fahrräder mit elektronischem Antrieb integriert.

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