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Auf Vorpommerns Arbeitsmarkt sieht’s immer noch ziemlich düster aus

Vorpommern.So richtig zufrieden ist Arbeitsagenturchef Heiko Miraß mit den neuen Werten nicht – und das, obwohl die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum April ...

Vorpommern.So richtig zufrieden ist Arbeitsagenturchef Heiko Miraß mit den neuen Werten nicht – und das, obwohl die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum April deutlich zurückgegangen ist. Doch der Landkreis hält mit seinen jetzt 14,4 Prozent Arbeitslosigkeit weiterhin die rote Laterne in ganz M-V.
Vergangenes Jahr um diese Zeit war es noch die Region Neubrandenburg, die am Ende der Statistik stand. Damals lag die Zahl in Vorpommern-Greifswald auch nur bei 13 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahlen also gestiegen „und das ist absolut gegen den Trend“, gibt Miraß zu.
Das Problem sind weiterhin die Agenturbezirke Anklam und Wolgast: Dort sind die Arbeitslosenzahlen in den letzten zwölf Monaten extrem gestiegen, im Bereich Anklam um 15,6 Prozent und im Bereich Wolgast sogar um unfassbare 34,2 Prozent. Im Bereich Anklam sind somit 341 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Doch Miraß wiegelt ab: „Das sind immer noch statistische Effekte.“ Miraß hatte schon im März der ehemaligen Sozialagentur des Kreises OVP indirekt vorgeworfen, die Statistik geschönt zu haben, indem über 1000 Arbeitslose in seiner Ansicht nach untaugliche Maßnahmen „abgeschoben“ wurden.
Ansonsten hält Miraß die Zeichen für verheißungsvoll: „In der Baubranche hat der Aufschwung wegen des langen Winters zwar mit Verspätung eingesetzt, aber sonst sieht es gut aus.“gab