ANKLAMER UNIKATE

Aus alten Bannern werden Einkaufstaschen

Die Straßenbanner in Anklam hatten nach einmaligem Einsatz oft ausgedient. In Zusammenarbeit mit dem Diakoniewerk Bethanien wird ihnen nun neues Leben eingehaucht.
Karsten Riemer Karsten Riemer
Stolz präsentieren die Beteiligten die ersten „Bannertaschen“. Auch in Zukunft sollen weitere der Unikate hergestellt werden.
Stolz präsentieren die Beteiligten die ersten „Bannertaschen“. Auch in Zukunft sollen weitere der Unikate hergestellt werden. Karsten Riemer
Anklam.

Alte, scheinbar nutzlose Dinge wiederzuverwenden oder gar ganz neue Gegenstände daraus herzustellen, ist in den vergangenen Jahren zum Trend geworden. Auch für die Stadt Anklam hat das einen besonderen Reiz. Inzwischen haben sich nämlich einige der Straßenbanner, die für Veranstaltungsankündigungen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern genutzt werden, angesammelt. „Vermutlich wären die im Müll gelandet“, so Anklams Bürgermeister Michael Galander (IfA). Durch die aufgedruckten Daten können die Banner nämlich oftmals nicht wiederverwendet werden. Es sei denn mit einer guten Idee.

Den entsprechenden Einfall hatte Anne-Katrin Woydt von der Anklamer Stadtinformation. Man könne ja irgendetwas anderes daraus herstellen, meinte sie. Die Wahl fiel auf Tragetaschen. Der robuste Planenstoff, aus dem die Banner gefertigt sind, ist dafür prädestiniert. Unter dem Namen „Bannertaschen“ wurde das Projekt in die Wege geleitet.

Zehn Taschen in zwei Wochen

Für die Umsetzung konnte das evangelische Diakoniewerk Bethanien in Ducherow gewonnen werden. In der anerkannten Behindertenwerkstatt sind die Näherinnen fleißig dabei, die Banner umzuschneidern. Ein aufwendiger Prozess, beginnend mit einer schonenden Reinigung. „Man kann ja nicht grob den Schmutz runterputzen“, hieß es dazu von Seiten der Näherinnen. Dann wäre der Druck im Zweifel nämlich auch abgeputzt. „Gut zwei Wochen dauert es dann, um zehn Taschen zu produzieren“, fasst Werkstattleiterin Kathleen Exner den Arbeitsumfang zusammen.

Insgesamt 50 solcher Tragetaschen konnten bisher fertiggestellt werden. Die ersten davon fanden bereits beim Anklamer Adventsmarkt einen neuen Besitzer. „Es gibt aber auch noch genügend dieser Unikate in der Anklam-Information“, versichert Anne-Katrin Woydt.

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