KEINE EINIGUNG MIT PLATZEIGENTÜMER

Aus fürs Tutower Festival „Monis Rache"

Aus, Schluss und vorbei für „Monis Rache“ in Tutow. „Definitiv“ wird es das Festival erst einmal 2019 auf dem Flugplatz nicht geben. Eine Aussage, die wenig Spielraum lässt. Ebenso wie der Eigentümer des Geländes, der Mietforderungen gestellt haben soll, die das Festival nicht stemmen kann und will.
Ulrike Rosenstaedt Ulrike Rosenstaedt
4200 Besucher, ein Organisationsteam von noch einmal rund 350 Leuten, alle gemeinsam feierten gerade drei Tage lang auf dem Tutower Flugplatzgelände das Festival „Monis Rache“. Es könnte das letzte an diesem Ort gewesen sein.
4200 Besucher, ein Organisationsteam von noch einmal rund 350 Leuten, alle gemeinsam feierten gerade drei Tage lang auf dem Tutower Flugplatzgelände das Festival „Monis Rache“. Es könnte das letzte an diesem Ort gewesen sein. Ulrike Rosenstädt
Schluss mit lustig: „Monis Rache“-Initiator Paul Teubler (links) und Tutows Flugplatzeigentümer Johannes Eitschberger trafen sich nach dem Festival zu einem Krisengespräch, dass zu keinem guten Ergebnis führte.
Schluss mit lustig: „Monis Rache“-Initiator Paul Teubler (links) und Tutows Flugplatzeigentümer Johannes Eitschberger trafen sich nach dem Festival zu einem Krisengespräch, dass zu keinem guten Ergebnis führte. Ulrike Rosenstädt
Tutow.

Die Nachricht hat eingeschlagen, wie ein Knall. Der dürfte noch weiter hallen, als es einige Techno-Klänge jüngst taten: Offensichtlich wird es kein viertes „Monis Rache“-Festival in Tutow geben. Florian Mez, einer der Initiatoren des Festivals, zu dem am zurückliegenden Wochenende 4200 Gäste auf das Gelände des Tutower Flugplatzes gekommen waren, bestätigte: „Wir haben mit dem Platzeigentümer verhandelt. Es gab Krisensitzungen. Wir sind uns leider kein Stück nähergekommen.“

Florian Mez berichtete von „horrenden finanziellen Vorstellungen“, die der Vermieter des Platzes an die Veranstalter gerichtet haben soll. „Wir lassen uns nicht erpressen. Jedes Jahr aufs Neue würden diese Gespräche losgehen. Wir werden unter Zugzwang gestellt“, sagte Florian Mez. Konkrete Zahlen nannte er nicht. Laut Nordkurier-Informationen will der Vermieter 20 Prozent der Gesamteinnahmen. „Wir arbeiten hier alle für nichts. Da kann es nicht sein, dass ein Mensch ein Geschäft machen will und seine Ansprüche an uns immer weiter in die Höhe schraubt“, sagte Crew-Mitglied Paul Teubler.

Das Aus bestätigte am Donnerstagabend Flugplatzeigentümer Johannes Eitschberger mit knappen Worten: „Genau, es ist an dem.“ Zu den Gründen äußerte er sich auch nach mehrmaligem Nachfragen nicht: „Die sind intern.“

 

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