Züge von Berlin zur Ostsee

:

Bahn bremst Pendler die nächsten 14 Monate aus

Ärgerliche Umleitungen müssen Reisende aus Vorpommern auf dem Weg nach Berlin in Kauf nehmen. Grund sind Endlos-Arbeiten auf einem kurzen Teilstück der Bahnstrecke (Symbolbild).
Ärgerliche Umleitungen müssen Reisende aus Vorpommern auf dem Weg nach Berlin in Kauf nehmen. Grund sind Endlos-Arbeiten auf einem kurzen Teilstück der Bahnstrecke (Symbolbild).
Jens Wolf

Weil die Bahn bei Berlin eine drei Kilometer lange Strecke ausbaut, sind Bahnfahrer aus und in Richtung Vorpommern ab nächste Woche viel länger unterwegs. Für die Züge nach Neubrandenburg und Rostock gibt es eine Sonderlösung.

Ab dem 9. Februar 2017 müssen sich Bahnreisende auf der Strecke Berlin-Angermünde-Pasewalk-Anklam-Stralsund auf längere Fahrtzeiten einstellen: Grund sind Bauarbeiten am „Karower Kreuz“ zwischen Berlin-Pankow und Bernau. Dort wird ein eingleisiger Engpass auf der ansonsten zweigleisigen Strecke beseitigt.

Bis zum 1. April 2018 wird der rund 3,1 Kilometer lange Streckenabschnitt voll gesperrt – alle Züge müssen eine Umleitung nehmen. Diese führt Regionalzüge (Linie RE3) aus Richtung Vorpommern unmittelbar vor der Baustelle bei Berlin-Karow zunächst auf den Berliner Außenring und dann ohne Halt über den Bahnhof Lichtenberg nach Gesundbrunnen.

Längere Fahrtzeiten

Die Regionalzüge aus und in Richtung Vorpommern brauchen deswegen ab Donnerstag 20 bis 25 Minuten länger und fahren entsprechend mit einem anderen Fahrplan. Außerdem wird die Linie RE3 im Berliner Hauptbahnhof gestoppt – die Züge starten und enden also dort und fahren nicht, wie sonst üblich, nach Elsterwerda. Auch die Schnellzüge auf der Strecke werden über die Umleitungsstrecke geführt und sind länger unterwegs – im Schnitt eine Viertelstunde.

Nach Neubrandenburg und Rostock geht's schneller

Für die Züge nach Neubrandenburg und Rostock, die den Engpass ebenfalls passieren, hat die Bahn indes eine Sonderlösung entwickelt: Sie können weiterfahren und müssen nicht umgeleitet werden, weil ihr Gleis während der Bauarbeiten um ein paar Meter verlegt wird. Die Fahrtzeiten verlängern sich dort allenfalls um wenige Minuten. Für die Fahrgäste in Richtung Vorpommern sei so eine Lösung aus bautechnischen Gründen nicht möglich gewesen, so die Bahn.