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Baustelle versperrt Durchfahrt zum Wohnhaus

Nichts ging mehr: Seit Anfang der Woche waren die Gehöfte in Richtung Zinzow am sogenannten Kognak-Weg abgeschnitten.
Nichts ging mehr: Seit Anfang der Woche waren die Gehöfte in Richtung Zinzow am sogenannten Kognak-Weg abgeschnitten.
Privat

Abgeschnitten und eingesperrt fühlt sich eine Boldekower Familie, die von einem Tag auf den anderen ihr Gehöft nicht mehr erreichte. Eine Baustelle versperrt den Weg. Gab es etwa keine Ankündigung?

Für Familie Baumgardt-Päpke ging auf einmal nichts mehr! Der Kognak-Weg zwischen ihrem Hof und dem Dorf Boldekow war versperrt. Der Höhepunkt: Die Familie musste ihren Einkauf von der Baustelle bis zum Haus rund 1000 Meter mit der Schubkarre schieben.

„Wir standen plötzlich vor den Absperrungen, kamen einfach nicht mehr zur Arbeit und zurück auf unser Gehöft”, sagt Daniela Baumgardt-Päpke. Einen Bescheid über die Baumaßnahmen und die Sperrung des Verbindungsweges habe sie nicht bekommen, beteuert die Frau.

Eine Umleitung gebe es zwar – über Kavelpaß und Zinzow – aber die sei eine echte Zumutung. „Zweimal habe ich es versucht und musste anschließend in die Werkstatt.” Die Straße ist einfach zu schlecht.

Ab Samstagfrüh soll der Weg wieder frei sein

Sperrung ohne Ankündigung? Bauamtschef Eckfried Luth wehrt sich: „Wir haben überall Infos verteilt, warum die bei der Familie nicht angekommen sind, weiß ich nicht. Aber die Arbeiten am Kognack-Weg waren dringend notwendig.”

Dort wurde die Regenentwässerung an den Verteiler angeschlossen und nur eine teilweise Sperrung sei nicht möglich gewesen. Er sagte allerdings zu, dass ab Samstagfrüh der Weg wieder passierbar sein werde. „Da muss jedoch noch Schwarzdecke rauf. Aber die kann mit einer Teilsperrung erledigt werden, so dass der Durchgangsverkehr von und in Richtung Zinzow aufrechterhalten wird”, sagt der Bauamtschef.

Also doch ein versöhnliches Ende des Sperr-Spuks? „Das werden wir hoffentlich sehen. Besser macht es die ganze Sache aber dennoch nicht”, sagt Daniela Baumgardt-Päpke.