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Bedrohte Keramiken sind gerettet

Stück für Stück brechen die Bauarbeiter die Löffler-Keramiken aus der Wand. Sie sollen später wieder im öffentlichen Raum zu sehen sein.
Stück für Stück brechen die Bauarbeiter die Löffler-Keramiken aus der Wand. Sie sollen später wieder im öffentlichen Raum zu sehen sein.
Veronika Müller

Der Abriss der WBS-70-Blöcke am Anklamer Markt steht unmittelbar bevor. Bisher wäre es dann auch den Keramiken des Kübstkers Gottfried Löffler an den Kragen gegangen. Doch nun hat sich tatsächlich ein Retter gefunden - der nun reichlich Spenden braucht.

Es ist geschafft: Die acht Löffler-Keramiken sind gerettet. Seit fast 35 Jahren schmückten sie die WBS-70-Blöcke am Anklamer Markt. Mit dem Abriss der Plattenbauten wären sie mit dem Bauschutt auf dem Müll gelandet. Doch ein Jarmener Bauunternehmen hat sich nun der Keramiken angenommen. Alle anderen hatten immer wieder mit Verweis auf den Aufwand die Bergung abgelehnt.

Rund 3500 Euro hat die Rettung gekostet. Dieses Geld wollen die "Retter" nun über Spenden einsammeln, und sie haben deshalb mit Hilfe des Historischen Vereins ein Spendenkonto bei der Sparkasse eingerichtet. Später sollen die Reliefs, die der Neubrandenburger Künstler Gottfried Löffler eigens für Anklam Ende der 70er Jahre entworfen und angefertigt hat, wieder im Stadtbild zu finden sein. "Im Stadtpark oder am Nordufer der Peene - beides wären gute Standorte", sagt Gerlinde Ladwig von der Initiative "Bitte lächeln altes Haus", der es gemeinsam mit ihren Mitstreitern gelungen ist, diese Keramiken zu retten. Nun hoffen sie auf die Hilfe der Anklamer.

Spendenkonto:

Sparkasse Vorpommern
Kontonummer 430007264
BLZ: 15050500

Verwendungszweck: Relief