Neben einem Gasmangel sorgt man sich im Greifswalder Landratsamt auch um die Versorgung mit Kraftstoffen.
Neben einem Gasmangel sorgt man sich im Greifswalder Landratsamt auch um die Versorgung mit Kraftstoffen. Karl-Josef Hildenbrand
Gas-Krise

Behörden bereiten sich auf Energie-Mangel vor

Gas, Strom, Benzin – im Winter droht ein Mangel. Beim Landkreis bereitet man sich auf Notfälle vor. Die Tankstellen spielen dabei eine zentrale Rolle.
Greifswald

Für den möglichen Energiemangel im bevorstehenden Winter laufen im Landkreis Vorpommern-Greifswald derzeit Vorbereitungen. Nach Auskunft des Landratsamtes hätten mittlerweile 57 Prozent der knapp 2000 schriftlich befragten Unternehmen und Einrichtungen der kritischen Infrastruktur Auskunft über ihre Situation und mögliche Szenarien erteilt. Diese Daten würden jetzt erfasst, um im Krisenfall reagieren zu können, sagte Landrat Michael Sack (CDU).

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Proben für die Not-Situation

Damit im Fall eines Energiemangels zumindest die Kernbereiche der Verwaltung arbeitsfähig blieben, würden an den drei Standorten Greifswald, Anklam und Pasewalk entsprechende Vorkehrungen getroffen. Dazu gehöre neben der Bereitstellung von Stromaggregaten auch die Sicherung unterschiedlicher Kommunikationsmöglichkeiten, zum Beispiel über Satellitentelefone, Digitalfunk, Botendienste und Fahrbereitschaftsdienste.

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Tankstellen geprüft

Für die Information der Bürger würden von den Gemeinden entsprechende Aushänge an den Verwaltungsstandorten, gegebenenfalls aber auch Lautsprecherdurchsagen, Flyer und Wurfzettel vorbereitet. Zur Sicherung der Treibstoffversorgung seien alle Tankstellen auf ihre Lagerkapazitäten und Notstromversorgung überprüft worden. Eingerichtet würden zudem flächendeckend erforderliche Anlaufstellen, deren Standorte in den nächsten Tagen auf der Website des Landkreises veröffentlicht werden sollen.

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