NOTÄRZTE IN VORPOMMERN

Bekommt der Landkreis einen zweiten Hubschrauber?

Befürchteter Notärztemangel, viel Fläche: Die Frage, ob der Landkreis Vorpommern-Greifswald einen zweiten Rettungshubschrauber bekommt, ist jetzt geklärt. Auch beim Thema Nachtflüge ist man ein ganzes Stück weiter.
Claudia Malangré Claudia Malangré
Dieses Bild wird in Vorpommern die Ausnahme bleiben: Nur zum Tag der offenen Tür der Rettungswache bekommt der Greifswalder Rettungshubschrauber Christoph 47 manchmal Besuch von einem zweiten Hubschrauber.
Dieses Bild wird in Vorpommern die Ausnahme bleiben: Nur zum Tag der offenen Tür der Rettungswache bekommt der Greifswalder Rettungshubschrauber Christoph 47 manchmal Besuch von einem zweiten Hubschrauber. Gabriel Kords/NK-Archiv
Vorpommern.

Die Sorge um die Notarztversorgung war groß, als im vergangenen Jahr mehrere Gerichte die bisherige Honorierungs-Praxis von freiberuflichen Notärzten als illegale Scheinselbstständigkeit eingestuft hatten. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald mit seinen 3927 Quadratkilometern Fläche befürchtete man gar, man könne die Versorgung nicht aufrecht erhalten.

Nachtflüge technisch machbar

„Inzwischen hat sich die Lage aber erheblich beruhigt“, sagt Dirk Scheer, Sozialdezernent des Kreises. Alle Rettungsstandorte seien weiterhin besetzt. Auf einen zweiten Helikopter sei man daher zurzeit nicht zwingend angewiesen.

Scheer hält aber an der Idee fest, aus dem bestehenden Helikopter einen Nachtflieger zu machen. „Dazu gibt es nach wie vor Verhandlungen mit dem Land“, sagt er. Technisch ist der Hubschrauber für Nachtflüge bereits in der Lage. Bislang fehlt es aber an Geld für ausreichend Piloten und nachtflugfähige Landeplätze an allen Kliniken in der Region.

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