Mehr Besucher als im Vorjahr: Gut was los im Anklamer Volkshaus.
Mehr Besucher als im Vorjahr: Gut was los im Anklamer Volkshaus. Dennis Bacher
Wer die Wahl hat, hat die Qual.
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Dennis Bacher
Nele aus Ferdinandshof (15) informiert sich am Ameos-Stand.
Nele aus Ferdinandshof (15) informiert sich am Ameos-Stand. Dennis Bacher
Den Anklamer Betrieb „Brüchert & Kärner” vertraten Rolf Reißmann (2.v.r.) und Tom Segebrecht (
Den Anklamer Betrieb „Brüchert & Kärner” vertraten Rolf Reißmann (2.v.r.) und Tom Segebrecht (rechts). Dennis Bacher
56 Aussteller fanden sich in der Halle ein.
56 Aussteller fanden sich in der Halle ein. Dennis Bacher
Klaus-Peter Köpcke (Arbeitsagentur) und Andreas Brüsch (Bürgervorsteher Anklam) bei der Eröffnung.
Klaus-Peter Köpcke (Arbeitsagentur) und Andreas Brüsch (Bürgervorsteher Anklam) bei der Eröffnung. Dennis Bacher
Einige Aussteller sagten ihre Teilnahme im Voraus ab.
Einige Aussteller sagten ihre Teilnahme im Voraus ab. Dennis Bacher
Erstmals dabei: das Evangelische Diakoniewerk „Bethanien” aus Ducherow mit Christoph Radtke und Rosemarie Fischer.
Erstmals dabei: das Evangelische Diakoniewerk „Bethanien” aus Ducherow mit Christoph Radtke und Rosemarie Fischer. Dennis Bacher
Auch der Spaß kam bei der 7. Ausbildungsmesse nicht zu kurz.
Auch der Spaß kam bei der 7. Ausbildungsmesse nicht zu kurz. Dennis Bacher
700 Teilnehmer

▶ Besucher-Ansturm auf Ausbildungsmesse

Absagen von Ausstellern, verschärfte Vorsorgemaßnahmen, aber mehr Besucher: Angesichts der Coronavirus-Situation waren die Veranstalter mit der Ausbildungsmesse mehr als zufrieden.
Anklam

Die Vorbereitungen zur siebten Ausbildungs- und Jobmesse (AJA) in Anklam waren so aufregend wie nie zuvor. So formulierte es in seiner Eröffnungsrede jedenfalls Klaus-Peter Köpcke, operativer Geschäftsführer der ausrichtenden Arbeitsagentur Greifswald, und nahm damit Bezug auf die fortschreitende Ausbreitung des Coronavirus. Zwar gab es vom Gesundheitsamt letztlich grünes Licht für die Durchführung der Messe im Anklamer Volkshaus, dennoch blieben am Mittwoch einige Aussteller zu Hause.

56 von 60 Ausstellern nehmen an der Messe teil

Zwar bewegte man sich im Vergleich zum Vorjahr auf einem ähnlichen Niveau, dennoch erreichte die Arbeitsagentur im Vorfeld einige Absagen: „Vorige Woche verzeichneten wir eine Absage eines Ausstellers, vorgestern waren es zwei weitere, gestern kamen noch drei hinzu“, teilte Organisator Christian Justa von der Arbeitsagentur mit.

So verzichtete beispielsweise ein Hotel aus der Region vorsorglich auf seine Teilnahme. Von den mehr als 60 angekündigten Ausstellern nahmen letztendlich 56 teil und präsentierten ihre Angebote.

Extra eingerichtete Desinfektionsschleuse im Eingang

Gute Nachrichten gab es indes auf Besucherseite: Informierten sich im vergangenen Jahr noch etwa 600 Personen im Volkshaus über eine Ausbildung, einen Job, ein duales Studium oder eine berufliche Veränderung, waren es diesmal rund 100 mehr. Angesichts der Situation sei man mit der Anzahl der Besucher mehr als zufrieden, so heißt es von der Agentur für Arbeit. Aus- und Fortbildung seien eben doch noch Thema, die bewegen. Und war die extra eingerichtete Desinfektionsschleuse im Eingangsbereich erst einmal passiert, drehte sich im Volkshaus alles um die Berufswelt.

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Über 2000 Arbeitsplätze in Vorpommern unbesetzt

Laut Arbeitsagentur sind aktuell über 2000 Arbeitsstellen im Landkreis Vorpommern-Greifswald unbesetzt. Auf dem Ausbildungsmarkt suchten die Unternehmen im vergangenen Jahr aus der Region Azubis für mehr als 1800 freie Ausbildungsstellen.

Vier Azubis werden jährlich auch im Anklamer Unternehmen „Brüchert & Kärner“ ausgebildet, jeweils zwei in den Berufen Holz- und Verfahrensmechaniker. Einer, der die Ausbildung erst kürzlich abgeschlossen hat, ist Tom Segebrecht, der seinen Arbeitgeber am Mittwoch gemeinsam mit dem Ingenieur Rolf Reißmann auf der Messe vertrat. Reißmann zufolge ist es für das Unternehmen wichtig, auf sich aufmerksam zu machen.

Nachwuchs zu finden, sei schwer, zumal nicht wenige Azubis ihre Ausbildung nicht zu Ende bringen. Aktuell wäre man bei „Brüchert & Kärner“ auch dazu bereit, in beiden Ausbildungsberufen einen dritten Azubi anzustellen. Wenn man ihn dann finde.

Arbeitsagentur organisierte Busse für Schüler

Erstmals auf der Messe vertreten war das Evangelische Diakoniewerk „Bethanien“ aus Ducherow. Weil dort seit diesem Jahr zum ersten Mal zwei Ausbildungsplätze zur Pflegefachkraft angeboten werden, stellten Rosemarie Fischer und Christoph Radtke den Beruf im Volkshaus vor.

Damit auch Schüler aus Ducherow, Spantekow oder Ferdinandshof die Messe besuchen konnte, organisierte die Arbeitsagentur Busse, um die Jugendlichen nach Anklam zu bringen.

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