Das Bienenvolk wird von einem Mitglied des Imkervereins Anklam und Umland in die Schaubeute gesetzt.
Das Bienenvolk wird von einem Mitglied des Imkervereins Anklam und Umland in die Schaubeute gesetzt. Matthias Diekhoff
In dieser Schachtel sitzt die Bienenkönigin, bevor sie zu ihrem Volk kommt.
In dieser Schachtel sitzt die Bienenkönigin, bevor sie zu ihrem Volk kommt. Matthias Diekhoff
Drohnen wie diese sind für die Befruchtung der Königin zuständig.
Drohnen wie diese sind für die Befruchtung der Königin zuständig. Matthias Diekhoff
Naturpark

Bienen finden in Stolpe eine neue Heimat

Die sogeannten Schaubeuten auf den Gelände des Naturparkhauses ermöglichen nun wieder Einblicke in das arbeitsreiche Leben der Insekten.
Stolpe an der Peene

Die Gemeinde Stolpe an der Peene hat auf einen Schlag gleich ein paar Tausend Bewohner dazu bekommen. Denn auf dem Gelände des Naturparkhauses sind in dieser Woche gleich zwei Bienenvölker in sogenannte Schaubeuten eingezogen.

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Dabei handelt es sich gewissermaßen um Schaukästen, bei denen man den Bienen bei ihrer Fleißarbeit zusehen kann. Dabei wurde auch dem Laien klar, dass so ein Umzug gut vorbereitet sein will, um die kleinen Tiere nicht unnötig in Unruhe zu versetzen, was sich unter Umständen in einer gesteigerten Stechfreudigkeit ausdrücken könnte.

3000 emsige Arbeiterinnen

So wurde von einem Mitglied des Imkervereins Anklam und Umgebung zunächst ein Volk von etwa 3000 Bienen in eine Schaubeute gesetzt. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase kam dann die Königin dazu, die nun dafür sorgen soll, dass sich das Volk immer wieder erneuert.

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Denn während eine Königin zwei bis drei oder sogar mehr Jahre alt werden kann, sind es bei den Arbeitsbienen zumindest in den Sommermonaten nur einige Wochen. Dabei ist die Königin das einzige Tier im Volk, das Eier legen kann.

Umzug ohne einen einzigen Stich

Die zweite Scheubeute wurde dann ebenfalls mit einem Volk besetzt, das allerdings vorübergehend ohne Königin auskommen musste, da das entsprechende Tier bei der Anreise verstorben war, wie das Mitglied des Imkervereins erklärte.

Das alles gelang tatsächlich, ohne dass einer der interessierten Zuschauer des Vorgang gestochen wurde. Laut Plan können die Bienen, die von den Mitarbeitern des Naturparks betreut werden, nun damit beginnen, in der Umgegend Nektar einzusammeln, aus dem dann der begehrte Honig wird. Und ein Stück weit können die Tiere nun dank der Schaubeuten bis zum Herbst auch wieder dabei beobachtet werden.

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