NEUES GESTALTUNGSKONZEPT

Blühende Bäume für Anklams Friedhof

In diesem Jahr soll auf dem Neuen Friedhof in Anklam noch einiges passieren. Die ersten Bäume wurden nun bereits nach dem neuen Gestaltungskonzept gepflanzt. Im Herbst soll dann ein Baumkreis für neue Bestattungsformen angelegt werden.
Acht Bäume wurden nun bereits am Hauptweg nachgepflanzt.
Acht Bäume wurden nun bereits am Hauptweg nachgepflanzt. Anne-Marie Maaß
Anklam.

Die Umgestaltung des Neuen Friedhofs in Anklam nimmt Fahrt auf. Das schöne Frühjahrswetter wurde dort nun genutzt, um insgesamt acht neue Bäume in die Erde zu bringen. Sie sollen nun wieder den Hauptweg der Anlage mit einer blühenden Allee säumen. Ausgewählt wurden Rotahorn, ein Trompetenbaum und fünf Japanische Schnurbäume, erklärt Ron Zink vom städtischen Bauamt. Vier weitere Bäume wurden zudem bereits von Privatpersonen, dem Imkerverein und der CDU gespendet.

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Die Auswahl orientiert sich am neuen Gestaltungskonzept, das von einer Landschaftsarchitektin entworfen wurde. Die blühenden Bäume sollen dabei nicht nur das Auge der Friedhofsbesucher erfreuen, sondern vor allem den Insekten als Nahrungsquelle dienen und so einen positiven Aspekt für den Klima- und Umweltschutz in der Stadt leisten. „Mit jedem gespendeten Baum kann das neue Konzept natürlich schneller umgesetzt werden“, sagt Ron Zink. Immerhin kostet ein Baum rund 200 Euro. Zwei neue Sponsorenzusagen gibt es bereits. Für weitere Spendeninteressen haben die Mitarbeiter im örtlichen Bauamt deshalb durchaus ein offenes Ohr. Zumal ein wichtiger Bestandteil der Neugestaltung noch vor ihnen liegt – ein Baumkreis soll künftig auch neue Bestattungsformen auf dem Anklamer Friedhof ermöglichen.

Bäume werden mit Bestimmungsschildern versehen

Dafür sollen 18 weitere Gewächse noch ihren Platz finden. Dazu zählen mehrere wilde Obstsorten wie Äpfel, Kirschen und Birnen sowie Blut-Pflaumen, Elsbeeren, Esskastanien und ein Walnussbaum. Außerdem sollen noch Sand-Birken, eine ungarische Eiche und zwei Blauglockenbäume gepflanzt werden. Derzeit werde dazu im Rathaus die Ausschreibung vorbereitet, auf sie sich dann Gartenbaufirmen bewerben können, erklärt Ron Zink.

Geplant ist, dass dann ab 2021 auch Bestattungen im Baumkreis stattfinden können. Die Bäume werden aber wahrscheinlich erst im Herbst dieses Jahres gepflanzt. Bedenkt man das Ausschreibungsverfahren, könnten sie frühestens im Frühsommer gesetzt werden. Dies sei jedoch riskant, da ein trockener Sommer dazu führen könnte, dass die Bäume nicht richtig anwachsen können. Deshalb will die Stadtverwaltung lieber auf Nummer sicher gehen. Sicherheit spielt auch eine Rolle bei Gewächsen, deren Bestandteile mitunter giftig sein können. Alle neuen Bäume werden mit Bestimmungsschildern versehen, die gegebenenfalls auch Warnhinweise beinhalten, versichert Zink.

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