Knallerei auf dem Marktplatz

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Böller-Explosionen in der Anklamer Innenstadt

In Deutschland dürfen auch zugelassene Böller nur zu Silvester gezündet werden.
In Deutschland dürfen auch zugelassene Böller nur zu Silvester gezündet werden.
Ole Spata

Silvester ist noch fern – doch das Böllern in der Anklamer Innenstadt hat bereits begonnen. Illegale Feuerwerkskörper können allerdings auch juristische Folgen haben.

Ein kurzer Lichtblitz, dann ein lauter Knall: Mehrmals hallten am Montagabend Böllerschläger nahe dem Marktplatz durch die Innenstadt. In den vergangenen Wochen waren immer mal wieder ähnliche Explosionen zu hören. Der Polizei und dem städtischen Ordnungsamt sind auf Nachfrage des Nordkurier zwar derzeit keine Vorfälle gemeldet worden, sie nehmen den Sachverhalt aber dennoch ernst.

„Ich kann nur empfehlen, der Polizei derartige Beobachtungen zu melden, um den Tätern habhaft zu werden”, sagt Anklams Ordnungsamtschef Bernd Lange. Das kann Andrej Krosse, Sprecher der Polizeiinspektion Anklam, nur bekräftigen. „Wir können solchen Sachverhalten natürlich nur nachgehen, wenn wir Kenntnis davon haben”, sagt er.

Böllern kann als Straftat vor Gericht enden

Das Herumspielen mit Feuerwerkskörpern sei zudem kein Kavaliersdelikt. Werden in Deutschland zugelassene Böller, wie sie auch auch zum Jahreswechsel verkauft werden, außerhalb des erlaubten Zeitraums zu Silvester gezündet, handelt es sich noch um eine Ordnungswidrigkeit. Anders sieht es aber schon bei verbotenen Sprengkörpern, wie etwa den umgangssprachlich genannten „Polenböllern” aus.

„Dort muss berechtigter Weise davon ausgegangenen werden, dass mit den Böllern auch größere Schäden und sogar schwere Verletzungen bei Menschen herbeigeführt werden können”, erklärt Krosse. Deshalb handele es sich dabei eben auch um eine Straftat, die entsprechend vor Gericht enden kann. Damit es soweit kommt, müssten die Beamten – wie bereits erwähnt – den Tätern auf die Schliche kommen. In Greifswald habe man bei einer Häufung von Explosionen in einem bestimmten Stadtgebiet auch schon Zivilstreifen eingesetzt, um dem Knallen ein Ende zu bereiten, berichtet Krosse.

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