Immer mehr Menschen stimmen in der Anklamer Region per Briefwahl ab. Dazu haben sich einige Wahlbezirke und Wahlorte geän
Immer mehr Menschen stimmen in der Anklamer Region per Briefwahl ab. Dazu haben sich einige Wahlbezirke und Wahlorte geändert, also aufgepasst. Mareike Klinkenberg
Wichtige Änderungen

Briefwahl und Wahllokale in und um Anklam

Briefwahl oder Wahllokal? Diese Entscheidung fällt dies- und jenseits der Peene immer mehr zugunsten der Briefwahl aus. Aber Achtung, einiges hat sich geändert.
Anklam

Einige Wählerinnen und Wähler, müssen sich jedoch am 26. September auf neue Anlaufpunkte einstellen, heißt es von den Gemeinde-Wahlleitungen. Zum einen wurden sehr kleine Räumlichkeiten, aufgrund der Hygiene-Vorschriften, an größere Wahllokale verlegt. Zum anderen wurden aber auch Wahlorte aufgrund der Bevölkerungsentwicklung geschlossen. Eine Übersicht finden Sie weiter unten.

Ein Wahlbezirk ist weggefallen

„Zu den Kommunalwahlen 2019 hatten wir 16 Urnenwahlbezirke und dieses Jahr haben wir 15 Urnenwahlbezirke. Der Wahlbezirk im Ortsteil Dargezin bei Gützkow ist weggefallen. Die Anzahl der Wahlberechtigten und die erwartete hohe Briefwahlquote haben, unter Abwägung der Wahrung des Wahlgeheimnisses, zu diesem Entschluss geführt“, erläutert Sandra Jantz, Leitende Verwaltungsbeamtin im Amt Züssow.

Mindestens 50 Wähler müssten dafür in einem Wahllokal tatsächlich ihre Stimme abgeben. Wegen der Hygienemaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus musste eine Verlegung an drei Standorten erfolgen, so Jantz. Auch die Anzahl der Briefwahlbezirke wurde im Amt Züssow von zwei auf fünf erhöht.

Im Amt Anklam-Land sei es bei dieser Wahl nicht mehr möglich, im Ortsteil Japenzin zu wählen. Die Einwohner können im benachbarten Spantkekow an die Urne treten. Eine weitere Änderung betrifft den zweiten Briefwahlbezirk in Ducherow, ergänzt Hermann Heidschmidt, dieser kommt am Wahltag in der Lindenschule, Thomas Müntzer-Straße 10, zusammen.

Änderungen der Adressen in Anklam beachten

In Anklam gab es einige Änderungen, was die Adresse der Wahllokale anbelangt. Alle Wählerinnen und Wähler können die Adresse aber auf ihrer Wahlbenachrichtigung finden. So wurde das bisherige Wahllokal in der ehemaligen Kursana-Residenz in die Großsporthalle am Mittelfeld verlegt und ist am besten über die Akazienstraße zu erreichen.

In der Südstadt verbliebt nur ein Wahlort in der Grundschule Villa Kunterbunte, der zweite Wahlvorstand wird in der Südstadt-Turnhalle seinen Sitz haben. Wähler aus der Innenstadt, die traditionell im Gotischen Giebelhaus gewählt haben, müssen nun am Wahlsonntag die benachbarte Sparkasse ansteuern. Hier wird der Konferenzraum im zweiten Obergeschoss zur Verfügung gestellt, erklärt Jörg Schröder.

Wegen der Bauarbeiten an der Käthe-Kollwitz-Schule entfällt auch dieses Wahllokal und dafür wird im Volkshaus gewählt werden können. Und das Wahllokal aus der Cothenius-Schule zieht ins Rathaus II in die Burgstraße 15 um.

Übersicht – Änderungen bei den Wahllokalen

Stadtgebiet Anklam

  • Großsporthalle Mittelfeld Akazienstraße statt Seniorenresidenz im Buchenweg
  • Grundschule Villa Kunterbunt nur ein Wahlvorstand inder Einrichtung, ein zweites Wahllokal öffnet in der Südstadt-Turnhalle
  • Konferenzraum in der Sparkasse am Pferdemarkt statt Gotisches Giebelhaus
  • Mehrzweckhalle Volkshaus in der Baustraße statt Käthe-Kollwitz-Schule
  • Rathaus II in der Burgstraße statt Cothenius-Schule in der Schulstraße

Amt Anklam-Land

  • kein Wahllokal in Japenzinstattdessen Spantekow
  • zweiter Briefwahlbezirk in Ducherow in der Lindenschule, Thomas-Müntzer-Straße

Amt Züssow

  • kein Wahllokal in Dargezin stattdessen Gützkow
  • Groß Kiesow Wahllokal in der Tagesstätte Taubenschlag, Hauptstraße 1a
  • Züssow Wahllokal im Bewegungsraum in der Grundschule
  • Gützkow 2 im Gemeinderaum der Evangelischen KircheSt. Nicolai

Quelle: Wahlleitung

Hohe Nachfrage nach Briefwahl

Die zuständigen Wahlbüros in der Hansestadt Anklam, im Amtsbereich Anklam-Land und im Amt Züssow unisono bestätigen, die Nachfrage nach Briefwahlunterlagen ist enorm und im Vergleich zu vorherigen Wahlen höher als zuvor. Ein Trend, den man auch bundesweit beobachtet. Bereits bei der letzten Bundestagswahl vor vier Jahren hatte die Briefwahl den höchsten Stand seit ihrer Einführung 1957. Dieser Rekord wird, so Prognosen, bei der aktuell anstehenden Wahl direkt wieder gebrochen.

Anklams Wahlleiter Jörg Schröder hat die Zahlen für die Hansestadt im Blick. Im Bundestagswahljahr 2017 waren es laut seiner Statistik 1.588 Briefwähler und bei der Landtagswahl 2016 haben sich 1.319 Bürgerinnen und Bürger für die Briefwahl entschieden. Die letzte Zahl wird man in diesem Jahr auf jeden Fall toppen, denn Stand Ende letzter Woche waren im Gemeindewahlbüro in Anklam schon 1.315 Anträge auf Briefwahl eingegangen.

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Wahlbenachrichtung nicht bekommen?

Der Antrag auf Briefwahl müsse in jedem Fall schriftlich erfolgen, entweder per Mail oder über die Rücksendung der Wahlbenachrichtigung per Post. Derzeit würden alle Anfragen abgearbeitet und die Wahlscheine verschickt.

Im Anklamer Bereich sollten, wie auch in den ländlichen Amtsgebieten südlich und nördlich der Peene, mittlerweile alle wahlberechtigten Bürger ihre Wahlbenachrichtigung im Briefkasten gehabt haben. Wer noch keine Benachrichtigung hat oder seine vermisst, kann sich an sein jeweiliges Gemeindewahlbüro oder an das zuständige Einwohnermeldeamt wenden.

Grundsätzlich ist aber jeder Wahlberechtigter, der ordnungsgemäß im Wählerverzeichnis eingetragen ist, am Wahltag auch allein durch die Vorlage seines Personalausweises in seinem zuständigen Wahllokal zur Wahl berechtigt, informieren die Wahlleiter.

Anklam sucht noch Ersatz-Wahlhelfer

Die Wahlvorstände seien mittlerweile allerorts in der Region ausreichend besetzt, heißt es aus den Ämtern. Lediglich in Anklam würden noch einige wenige Wahlhelfer fehlen, die sich als Ersatz bereithalten, informiert Jörg Schröder. Freiwillige könnten sich im Gemeindewahlbüro melden.

Sein Wahlleiter-Kollege Hermann Heidschmidt aus dem Amt Anklam-Land weist zudem auf die geltenden Hygieneschutzmaßnahmen für die Wahllokale hin. Wie in allen öffentlichen Bereichen müsse, laut Corona-Landesverordnung, auf ausreichend Abstand, Händedesinfektion und das Tragen einer Maske in Innenräumen geachtet werden.

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