ANKLAMER: JA ODER NEIN?

Bürger sollen jetzt über das Ikareum entscheiden

Es soll 24 Millionen Euro kosten, das Ikareum in Anklam. Viel Geld für eine Stadt, die praktisch pleite ist. Die Politiker streiten und haben dennoch im Juni mit Zweidrittel-Mehrheit Ja zu dem Projekt gesagt. Nun aber sollen die Bürger in Anklam befragt werden. 
Veronika Müller Veronika Müller
Ob das Ikareaum in Anklam gebaut werden soll oder nicht, sollen jetzt die Bürger entscheiden: Bürgermeister Michael Galander und Bürgervorsteher Andreas Brüsch fordern einen Bürgerentscheid.
Ob das Ikareaum in Anklam gebaut werden soll oder nicht, sollen jetzt die Bürger entscheiden: Bürgermeister Michael Galander und Bürgervorsteher Andreas Brüsch fordern einen Bürgerentscheid. Veronika Müller / Montage D. Focke
Anklam.

Das Ikareum kostet nach jetzigen Plänen rund 24 Millionen Euro. Geld, das die Stadt nicht hat. Fördermittel, Spenden und nicht zuletzt der Verkauf von städtischen Flächen sollen das notwendige Geld in die klamme Kasse spülen. Doch der jüngste Versuch, über den Bund rund zehn Millionen Euro Fördermittel zu bekommen, ging gründlich daneben.

Der Streit ging wieder los, obwohl im Juni von 20 Stadtvertretern 14 Ja zum Ikareum sagten. Doch viele Politiker fragen sich inzwischen:

Was wollen die Bürger eigentlich?

Das soll nun geklärt werden, mit einem Bürgerentscheid. So jedenfalls wollen es Bürgermeister Michael Galander und Bürgervorsteher Andreas Brüsch (beide IfA).

Laut Galander könnte die Stadtvertretung bereits in ihrer Sitzung am 8. Dezember den Weg für einen Bürgerentscheid freimachen. Allerdings räumte er ein, dass zuvor noch viele verwaltungstechnische Fragen zu klären sind, sodass die Entscheidung womöglich auf Januar verschoben werden muss.

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