VERKEHRSSICHERHEIT

Bürgermeister fordert Lkw-Verbot auf desolater Kreisstraße bei Anklam

Offenbar sperrt der Landkreis Vorpommern-Greifswald desolate Straßen lieber, als sie zu sanieren. Das zumindest glauben die Einwohner von Rubkow.
Die Kreisstraße in der Ortslage Krenzow ist kaum noch befahrbar. Regelmäßig kommt es zu Fahrzeugschäden.
Die Kreisstraße in der Ortslage Krenzow ist kaum noch befahrbar. Regelmäßig kommt es zu Fahrzeugschäden. Matthias Diekhoff
Krenzow.

Holger Wendt, Bürgermeister der Gemeinde Rubkow bei Anklam, hat beim Straßenverkehrsamt des Landkreises Vorpommern-Greifswald ein Verbot für „Lastwagen und vergleichbare Fahrzeuge” für die Kreisstraße 19 in der Ortsdurchfahrt Krenzow, einem Gemeindeteil von Rubkow, beantragt. Die Straße verläuft zu einem großen Teil durch Rubkow und zeigt sich dort in wohl allen möglichen Zuständen, die eine Kreisstraße in Vorpommern-Greifswald haben kann. Das beginnt bei einer frisch gemachten Fahrbahndecke zwischen Rubkow und Krenzow, reicht über mehr oder weniger löchrigen Beton und Asphalt sowie zerklüftetes Kopfsteinpflaster bis hin zu der feldwegartigen Piste zwischen Wahlendow und Buddenhagen, die Ende des vergangenen Jahres wegen Unbefahrbarkeit gesperrt wurde.

Viele Ölwannen fanden dort ihren Tod

Das Stück Straße in Krenzow ist allerdings ein ganz spezielles. Das liegt wohl daran, dass sich dort gelegentlich Autos die Ölwanne aufreißen und die örtliche Feuerwehr die Rückstände dann beseitigen müsse. Der desolate Zustand der Straße ist zwar allgemein bekannt. Da im vergangenen Jahr aber auch noch die Kreisstraße 17 zwischen Daugzin und Murchin gesperrt wurde, bleibt vielen Autofahrern kaum eine andere Wahl als das Stück durch Krenzow zu nehmen, wenn sie zum Beispiel Kinder aus der Gemeinde Rubkow in die Kita nach Murchin bringen wollen.

Besserung scheint in absehbarer Zeit nicht in Sicht. Bereits seit etwa zehn Jahren macht der Rubkower Edgar Roßfeldt auf die Probleme mit der Kreisstraße in Krenzow aufmerksam und hat unter anderem eine Tonnage-Begrenzung gefordert. Er hat sich an die Kreis- und Landespolitik gewandt. Doch egal, wen er angesprochen hat, es ist nichts passiert. Die Straße wurde unterdessen immer schlechter.

Landkreis hat noch nicht geantwortet

Im Mai hat sich nun Holger Wendt an den Landkreis gewandt. Eine Antwort des Landkreises auf seinen Antrag steht bisher aus, hieß es am Mittwoch vom Bürgermeister.

In dem Schreiben nimmt er auch Bezug auf die Sperrung der erwähnten Kreisstraßen in der Gemeinde und verlangt eine Begründung für diese Maßnahmen, mit der sich der Landkreis seiner Meinung nach „auf eine ungewöhnliche Art seiner Verkehrssicherungspflicht zu entledigen“ versuche, wie es in dem Schreiben heißt.

Auf eine Anfrage des Nordkurier im vergangenen Dezember hatte es von der Kreisverwaltung geheißen, dass Straßen zwar bis zu ihrer Sanierung gesperrt werden können. Das aber nicht über viele Jahre, weil dies einer Einziehung, also dem Verlust der öffentlichen Widmung, gleichkäme.

Was für die Einwohner der Gemeinden Rubkow allerdings nur ein schwacher Trost sein dürfte. Die Kreisstraße 17 zwischen Daugzin und Ramitzow wurde bereits vor vielen Jahren gesperrt. Eine Sanierung ist jedoch nicht in Sicht. Gleiches wird nun auch für die anderen beiden gesperrten Straßen befürchtet.

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