CORONA-PANDEMIE

Bürgerservice befindet sich im Krisenmodus

Die Anklamer Rathausverwaltung sieht sich für die neuen Aufgaben durch die Corona-Krise aktuell gut aufgestellt. Ein Krisenstab tagt täglich. Bürger werden Fragen an der eigens eingerichteten Hotline los.
Silke Brüsch (links) und Christin Frick versuchen, möglichst alle Fragen zu beantworten oder an die richtigen Stelle
Silke Brüsch (links) und Christin Frick versuchen, möglichst alle Fragen zu beantworten oder an die richtigen Stellen zu verweisen. Anne-Marie Maaß
Beatrix Wittmann-Stifft ist Vize-Bürgermeisterin in Anklam. Foto: Nk-Archiv/Maaß
Beatrix Wittmann-Stifft ist Vize-Bürgermeisterin in Anklam. Foto: Nk-Archiv/Maaß
Anklam.

Auch das Anklamer Rathaus ist längst im Krisenmodus angekommen. Jeden Morgen um acht Uhr trifft sich dort nun ein Mitarbeiterkreis, bestehend aus den Fachbereichsleitern und weiteren Rathausangestellten, wie etwa den beiden Kolleginnen, die das Bürgertelefon betreuen, um die aktuellen Schritte zu besprechen und die Umsetzung der Maßnahmen von Bund und Land zu koordinieren.

Viele weitere Mitarbeiter arbeiten zudem im Home-Office. „Wir sind nach dem aktuellen Stand gut aufgestellt und arbeitsfähig“, schätzt Beatrix Wittmann-Stifft als stellvertretende Bürgermeisterin die Lage ein. Dies sei auch durch das Engagement vieler Kollegen möglich, lobt sie.

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Notbetreuung der Kinder sorgte für immensen Mehraufwand

Besonders gefordert hat die Verwaltung und die betroffenen Einrichtungen zu Wochenanfang die Notbetreuung von Kindern in Kitas und Schulen. „Wir stehen da im ständigen Kontakt zu allen Einrichtungen. Die Versorgung läuft gut. Wir sprechen da wirklich von einer geringen Anzahl Kindern von maximal zwölf in einer Kita. Zudem nimmt diese Zahl täglich ab“, erklärt Wittmann-Stifft. Sie appelliert gleichzeitig an die Vernunft der Eltern, keine Parallelstrukturen zu schaffen – wie etwa private Kita-Gruppen. „Das ist nicht Sinn und Zweck der Maßnahme und muss bei Bekanntwerden auch von uns gemeldet werden“, mahnt sie an.

Ebenso bleibt der Appell an ältere Bürger und weitere Risikogruppen bestehen, sich in gesellschaftlichen Kontakten zurückzunehmen und diese auf das Notwendigste zu beschränken. Auch an dieser Stelle bietet die Stadt Unterstützung an. „Menschen, die Hilfe beim Einkauf und anderen Besorgungen brauchen, können sich bei unserem Bürgertelefon melden. Es ist auch eine zentrale Stelle beim Landkreis angedacht, die aber bislang noch nicht geschaltet ist. Wir als Stadt nehmen aber gerne bereits Daten auf und vermitteln. Entsprechend sind wir auch schon mit karitativen Einrichtungen im Kontakt und treffen Absprachen zu Hilfsangeboten“, so Wittmann-Stifft.

Neuer Beratungsraum wurde binnen Minuten eingeräumt

Das Bürgertelefon indes, dass von Silke Brüsch und Christin Frick von der Stadt-Info betreut wird, wird immer mehr nachgefragt. Bis zu 50 Anrufe am Tag konnten sie bislang verzeichnen. Binnen Minuten wurde für sie extra ein Büro im ersten Stock des Rathauses eingerichtet – aus dem Beratungsraum ist nun die Telefonzentrale geworden.

Beide Frauen versuchen, sofort Fragen zu beantworten oder Anrufer direkt an die richtigen Stellen weiter zu verweisen. Waren es am Wochenbeginn noch vor allem Privatleute, die sich nach Veranstaltungsabsagen erkundigten, kamen gestern auch viele Fragen von Unternehmern dazu, die zu den angeordneten Geschäftsschließungen Klärungsbedarf hatten.

Das Bürgertelefon ist unter 03971-835 114 oder 03971-835 132 oder 03971-835 134 (Montag, Mittwoch und Donnerstag, von 8:00 – 16:00, Dienstag von 8:00 – 18:00, Freitag 8:00 – 12:00 Uhr) erreichbar.

Ab 16. März 2020 bleiben bis auf Weiteres alle städtischen Einrichtungen (Rathaus, Museen, Aeoronauticon, Bibliotheken, Stadtinformation, Schulen, Sporthallen, Versammlungsräume usw.) geschlossen.

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