Die Gymnasiasten Ricarda Knauerhase, Florian Heiden und Otto Heiden (von links) wurden mit einer Urkunde des Bildungsministeri
Die Gymnasiasten Ricarda Knauerhase, Florian Heiden und Otto Heiden (von links) wurden mit einer Urkunde des Bildungsministeriums geehrt. Überreicht wurde sie von Vize-Landrat Dietger Wille (links) und Bürgermeister Michael Galander (rechts). Matthias Diekhoff
Bei der Schülervollversammlung auf dem Schulhof wurden die besten Schüler des Gymnasiums ausgezeichnet.
Bei der Schülervollversammlung auf dem Schulhof wurden die besten Schüler des Gymnasiums ausgezeichnet. Matthias Diekhoff
Die Schülerband des Gymnasiums sorgte für die musikalische Umrahmung.
Die Schülerband des Gymnasiums sorgte für die musikalische Umrahmung. Matthias Diekhofff
Bioökonomie

Bundesministerium ehrt Anklamer Schüler

Mehrere Monate lang hatten sich Gymnasiasten mit dem Thema Bioökonomie beschäftigt. Das Projekt gipfelte in der „Anklamer Erklärung”, die nun auch in Berlin und Schwerin vorliegt.
Anklam

Traditionell wurden Freitagvormittag die besten Schüler der Anklamer Lilienthal-Gymnasiums auf dem Schulhof für ihre erbrachten Leistungen ausgezeichnet. Für drei Gymnasiasten gab es am letzten Schultag allerdings noch eine spezielle Ehrung durch Vize-Landrat Dietger Wille und Bürgermeister Michael Galander.

Ricarda Knauerhase, Florian Heiden und Otto Heiden hatten sich nämlich in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Schülern der Gymnasien in Ueckermünde, Greifswald, Stralsund und Neubrandenburg quasi in ihrer Freizeit im Jugendforum Bioökonomie engagiert. Dafür bekamen sie eine Urkunde des Bundesministeriums für Bildung und Forschung überreicht.

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Zusammenarbeit mit Uni und Hochschule

Im Rahmen des Jugendforums hatten sich etwa 30 Jugendliche von April 2021 bis Februar 2022 bei Vorträgen, Workshops und Exkursionen mit dem Thema Bioökonomie beschäftigt. Dabei geht es vor allem darum, die biologische Ressourcen wie Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen nutzen, um zunehmend fossile Energieträger zu ersetzen.

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Höhepunkt des gemeinsamen Projektes Hochschule der Neubrandenburg und der Universität Greifswald war ein Plenum im Vorfeld der Anklamer Bioökonomiekonferenz, bei der unter anderem eine Erklärung erarbeitet und verabschiedet wurde, die mittlerweile auch dem Bioökonomierat, der die Bundesregierung bei der Umsetzung der „Nationalen Bioökonomie-Strategie“ berät, und der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern vorliegt.

Dietger Wille lobte das Engagement der jungen Leute auch vor dem Hintergrund, das sich die Gesellschaft im Umbruch befände und Themen wie Bioökonomie eine immer größere Rolle spielen würden. Michael Galander ergänzte, das auch die Stadt Anklam und das Umland eben dieses Thema schon für sich „entdeckt” hätten, zumal es dabei ja auch darum gehe, aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen neue Produkte zu entwickeln.

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Aufnahme des Themas in Lehrpläne gefordert

Dinge wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz würden immer mehr an Bedeutung gewinnen und damit damit vor allem die Zukunft der jungen Leute betreffen. Um so wichtiger sei es daher, dass sie sich einbringen und ihre Erwartungen an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zum Ausdruck bringen, so wie es mit der „Anklamer Erklärung” geschehen ist, erklärte der Bürgermeister.

Zu den Forderungen, die die Teilnehmer des Jugendforums in der Anklamer Erklärung verankert haben, gehören unter anderem, den östlichen Landesteil als Vorreiter in Sachen Bioökonomie zu etablieren, staatliche Unterstützung für bioökonomisches Wirtschaften und nicht zuletzt die Aufnahme der Bioökonomie in die Lehrpläne an den Schulen.

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Im Rahmen der Schülervollversammlung gab es allerdings nicht nur Anerkennung für schulisches und ehrenamtliches Engagement der jungen Leute. Da Vize-Landrat Dietger Wille gestern Geburtstag hatte, wurde er von den Gymnasiasten mit einem Ständchen bedacht.

 

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