Kaspar von Harnier (stehend) im Gespräch mit Kulturministerin Bettina Martin (rechts). Foto: Matthias Diekhoff
Kaspar von Harnier (stehend) im Gespräch mit Kulturministerin Bettina Martin (rechts). Foto: Matthias Diekhoff Matthias Diekhoff
Denkmalschutz

Burg Spantekow als besonderer Schatz – 400.000 Euro benötigt

Einges wurde für den Erhalt der historischen Anlage bereits getan, die seit 2019 eine Denkmal von nationaler Bedeutung ist. Doch Vieles bleibt auch noch zu tun, wofür im Moment vor allem das Geld fehlt.
Spantekow

Ein Köfferchen mit Geld hatte Bettina Martin bei ihrem Besuch auf der Burg Spantekow am Donnerstag nicht dabei. Aber immerhin zeigte sich die Kultur-Ministerin von Mecklenburg-Vorpommern beeindruckt von dem „besonderen Schatz” und dem, was in den vergangenen Jahren bereits geleistet wurde, um die bedeutendste Renaissance-Wasserburg Norddeutschlands zu erhalten.

Weitere Fördermittel für die Burg?

Und die SPD-Politikerin sagte zu, noch mal in den entsprechenden Fördertöpfen nachzuschauen, auch wenn die Summe für derartige Projekte im ganzen Land nur insgesamt zwei Millionen Euro betrage. Immerhin gibt es in Mecklenburg-Vorpommern rund 2000 Guts- und Herrenhäuser. Und das Land habe auch schon beträchtliche Fördermittel in die Burg Spantekow fließen lassen, machte Bettina Martin aufmerksam.

Begleitet wurde die Ministerin bei ihrem Besuch von Heiko Miraß, dem Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg. Der gebürtige Greifswalder betonte die Identität stiftende Wirkung historischer Gemäuer wie der Burg Spantekow, die ja schließlich auch immer ein Stück Heimat seien. Und auch er versprach, nach Möglichkeit zu unterstützen.

Speisesaal müsste hergerichtet werden

Zuvor hatte Kaspar von Harnier, Enkel und Erbe des letzten Besitzers Hans Bone von Schwerin, der die Burg 1999 zurückgekauft hatte, den beiden Politikern erklärt, welche Probleme es derzeit noch gäbe, um zumindest die Notsicherung der Anlage anzuschließen. Und diese Probleme sind hauptsächlich finanzieller Natur. Wie die Architektin Andrea Ruiken erläuterte, würden derzeit rund 400.000 Euro benötigt, um die dringendsten Maßnahmen der Notsicherung abzuschließen. Dazu zählen unter anderem Arbeiten an der Fassade, den Fenstern, dem Wintergarten und dem Torhaus. Wenn die nicht so bald wie möglich abgeschlossen würden, seien viele der bisherigen Investitionen umsonst gewesen. Wenn nun 200.000 Euro vom Land kämen, sei auch der Bund bereit, die gleiche Summe dazu zu geben, sagte die Architektin.

Unbedingt notwendig sei es daher auch, den Remter der Burg (Speisesaal) so herzurichten, dass dort Veranstaltungen stattfinden könnten, um Einnahmen zu erzielen, die wiederum in die Burganlage investiert werden können, hieß bei dem Gespräch mit der Ministerin. Zudem sei beabsichtigt, eine Stiftung „Burg Spantekow” zu gründen, in die er die Burganlage selbst und dazugekaufte Flächen einbringen wolle, erklärte Kaspar von Harnier. Die Stiftung solle vor allem dem Erhalt des historischen Objektes dienen und damit auch den Tourismus in der Region fördern. Schließlich hätten allein die Konzertveranstaltungen in den vergangenen zwei Jahren jeweils rund 400 Besucher nach Spantekow gelockt.

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