GRÜNDUNG DES KONSERVATIVEN KREISES

CDU-Rebellen starten ihre Revolution

Aufbruchstimmung: Rund 50 CDU-Mitglieder haben in Anklam die Gründungserklärung für einen konservativen Kreis in ihrer Partei unterschrieben. Viele wollen damit auch ein Signal an Kanzlerin Angela Merkel senden.
Carsten Schönebeck Carsten Schönebeck
Noch ist nicht viel Greifbares geschehen, doch für Anklams Stadtvertreter Bernd Wieczorkowski (CDU) gibt es bereits Grund stolz zu sein.
Noch ist nicht viel Greifbares geschehen, doch für Anklams Stadtvertreter Bernd Wieczorkowski (CDU) gibt es bereits Grund stolz zu sein. ZVG
Anklam.

Die Gründung des konservativen Kreises in der CDU zieht weitere Kreise – und die Beteiligten hoffen auf Nachahmer. Das erste Treffen der CDU-Rebellen am Dienstagabend in Anklam jedenfalls, sorgt bei manchem Beteiligten für politische Hoffnung.

„Ich bin schon ein bisschen stolz, dass die Erneuerung der CDU in meiner Heimatstadt ihren Anfang nimmt”, sagt der Anklamer Stadtvertreter Bernd Wieczorkowski. Auch er hatte am Dienstagabend eine Gründungserklärung unterzeichnet. Wieczorkowski hofft, dass von Vorpommern aus Signalwirkung in die Landes- und Bundespartei ausgehe.

In Rostock und Schwerin etwa gäbe es ebenfalls Ideen, konservative Kreise zu gründen. Er nehme, erstmals seit vielen Jahren, eine Aufbruchstimmung wahr. Das schlechte Abschneiden bei der Landtagswahl habe bei vielen CDU-Mitgliedern „das Fass zum überlaufen gebracht”, so Wieczorkowski. Kritik übte er auch am Bundesvorstand. „Es kann nicht weitergehen, nach dem Prinzip: Angela Merkel gibt vor und der Rest trottet hinterher”, sagte er.

 

StadtLandKlassik - Konzert in Anklam

zur Homepage