Vorpommern-Greifswald

Corona-Inzidenz im Kreis überschreitet die 500er-Schwelle

Die Corona-Infektionen in Vorpommern-Greifswald breiten sich flächendeckend aus. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 550 ist die Nachverfolgung kaum noch beherrschbar.
In den Ämtern und Städten des Landkreises Vorpommern-Greifswald sind die Sieben-Tages-Inzidenzen wieder stark angest
In den Ämtern und Städten des Landkreises Vorpommern-Greifswald sind die Sieben-Tages-Inzidenzen wieder stark angestiegen. Laut Landesamt für Gesundheit und Soziales gilt Warnstufe Rot (Stufe 4) für den Landkreis. NK-Grafik/Quelle: LaGuS, Kreis V-G
Landrat Michael Sack (CDU) sagt, die Krankenhausbelegung im Kreis sei höher, weil die Unimedizin Greifswald auch Erkrankt
Landrat Michael Sack (CDU) sagt, die Krankenhausbelegung im Kreis sei höher, weil die Unimedizin Greifswald auch Erkrankte aus Vorpommern-Rügen und der Mecklenburgischen Seenplatte aufnehme. Diese würden in der Kreisstatistik aber nicht mitgezählt. Stefan Sauer
Greifswald

Die Corona-Ampel im Landkreis Vorpommern-Greifswald steht auf Rot. Nach Angaben der Kreisverwaltung hat die Inzidenz die 500er-Marke durchbrochen. Am Dienstag wurden 550 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche registriert. Die Infektion habe sich flächendeckend erheblich ausgebreitet, sagt Landrat Michael Sack (CDU). Die höchsten Werte wurden aktuell gemeldet für das Amt Peenetal/Loitz mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von 1.169, gefolgt von Löcknitz-Penkun (808), der Stadt Anklam (773), dem Amt Uecker-Randow-Tal (699) und dem Amt Torgelow-Ferdinandshof (611).

Landrat: Krankenhausbelegung mit Corona-Fällen höher

Die Hospitalisierungs-Inzidenz lag zuletzt bei 3,8 Neueinweisungen je 100.000 Einwohner und Woche. Die vergleichsweise geringe Rate täusche jedoch etwas, relativiert Sack. In Wirklichkeit sei die Krankenhausbelegung höher, weil die Unimedizin Greifswald auch Erkrankte aus den Landkreisen Vorpommern-Rügen und Mecklenburgische Seenplatte aufnehme. Diese Patienten würden in der Kreisstatistik aber nicht mitgezählt.

Die Corona-Auslastung der Intensivstationen liege derzeit bei 15 Prozent. Insgesamt befinden sich derzeit 64 Patienten mit Corona-Erkrankung in den Kliniken, darunter 21 auf Intensivstationen. „Wir haben allein in der vergangenen Woche einen erheblichen Anstieg der Neuinfektionen um 1.262 registriert“, sagt Sack.

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Jeder 20. im Kreis hatte schon eine Infektion

Soweit man es überblicken könne, geschehe die Ansteckung überwiegend im privaten Bereich. Betroffen seien derzeit 41 Schulen, sieben weniger als vor einer Woche sowie 15 Kitas (+3). Seit Jahresbeginn wurden im Landkreis 12.321 Menschen positiv auf Corona getestet. Damit seien bereits 5,2 Prozent der gesamten Bevölkerung betroffen, sagt der Landrat. Insgesamt seien 46.300 Kontaktpersonen ermittelt worden, allein 850 in der vergangenen Woche.

Derzeit sind zehn Impfteams im Kreis unterwegs. Die Booster-Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen seien inzwischen abgeschlossen worden, sagt Sack. Die Zahl der Erstimpfungen steige im Moment. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn rund 8.700 Menschen zum ersten Mal und etwa 7.700 zum zweiten Mal geimpft. Hinzu kamen 13.500 Booster-Impfungen.

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