HALBZEIT

Dahlemann zieht Bilanz als "Vorpommern-Kümmerer"

Staatssekretär Patrick Dahlemann hat eine Halbzeitbilanz gezogen. Mit fünf Millionen Euro Fördermitteln habe er Investitionen von 16 Millionen Euro auf den Weg gebracht.
dpa
Patrick Dahlemann war am Freitag zusammen mit Manuela Schwesig bei einer großen Aufräumaktion auf der Insel Usedom. Zusammen zogen sie auch eine Halbzeitbilanz zu seiner Zeit als Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern.
Patrick Dahlemann war am Freitag zusammen mit Manuela Schwesig bei einer großen Aufräumaktion auf der Insel Usedom. Zusammen zogen sie auch eine Halbzeitbilanz zu seiner Zeit als Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern. Stefan Sauer
Anklam.

Vorpommern steht nach Ansicht von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) besser da, als es oftmals wahrgenommen wird. Es sei eine gute Entscheidung gewesen, einen Staatssekretär einzusetzen, der seine ganze Kraft auf Vorpommern richten kann, sagte die Regierungschefin am Freitag in Anklam.

Gemeinsam mit Staatssekretär Patrick Dahlemann, der seit November 2016 im Amt ist, zog Schwesig eine Halbzeitbilanz. Großes Potenzial für die Entwicklung des Landesteils sieht sie in der Zugehörigkeit zur Metropolregion Stettin mit etwa 800.000 Einwohnern.

Geld für kleine Projekte

Dahlemann verwies auf 468 Projekte, die bisher mit fünf Millionen Euro so unbürokratisch wie möglich aus dem Vorpommern-Fonds gefördert wurden. Genau dieses Verteilen kleiner Summen wird ihm von Kritikern vorgeworfen. Für kleine Vereine seien jedoch 3000 oder 4000 Euro viel Geld. Aus den fünf Millionen Euro seien daher auch Projekte im Umfang von 16 Millionen Euro auf den Weg gebracht worden.

„Diese Hebelwirkung von eins zu drei muss man erstmal hinkriegen”, sagte die Unternehmerin Dagmar Braun, die im Vergaberat des vor einem Jahr ins Leben gerufenen Vorpommernrates tätig ist. Sie machte darauf aufmerksam, dass sich in Vorpommern beinahe unbemerkt ein Bioökonomie-Cluster entwickelt.

Förderbescheide in Höhe von 15 Millionen Euro seien in den vergangenen Monaten in die Region zwischen Greifswald, Anklam und Neubrandenburg gekommen. Sie zählte dazu das Continental-Versuchslabor und die Zuckerfabrik in Anklam oder die Arzneimittelwerke in Greifswald.

Förderbescheid für Ikareum

Der Torgelower Unternehmer Dietrich Lehmann nannte Dahlemann einen Kümmerer für Vorpommern, ein Bindeglied für Menschen, die in der Region leben und bleiben wollen, und für kleine Unternehmen. Seit 2016 habe vor allem die Beziehung zu Stettin einen „richtigen Drive” bekommen, sagte Lehmann, der selbst zwei Firmen dort betreibt.

Zuvor hatten Schwesig und Dahlemann in der Otto-Lilienthal-Stadt Anklam einen Fördermittelbescheid über mehr als 800.000 Euro für die Planung des Ikareums in der Nikolaikirche – eines Luftfahrt-Museums – übergeben. Das Ikareum sei das erste Großprojekt für Vorpommern, das in dieser Wahlperiode auf den Weg gebracht werde, sagte Dahlemann. Die Investition umfasst mehr als 50 Millionen Euro.

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Kommentare (2)

... fototechnisch so schlecht, dass sogar ein Laie erkennt, dass nur für ein schlecht, gemachtes Fotoshooting beide durch den Sand stapften. [Anm.d.Red.: hier findest du weitere Bilder und Infos zu der Aufräumaktion https://www.nordkurier.de/mecklenburg-vorpommern/hunderte-helfer-putzen-strand-auf-usedom-1735526805.html ]

Wirf Stöckchen!