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Das gesperrte Wochenende!

Von Freitag 16 Uhr bis Montagmorgen 4 Uhr ist die Bahnbrücke bei Anklam für den Verkehr komplett gesperrt. Autofahrer müssen die 52 Kilometer lange Umleitung über Jarmen nehmen. Feuerwehr, Busunternehmen und Rettungsdienste sind auf die Sperrung vorbereitet.
Von Freitag 16 Uhr bis Montagmorgen 4 Uhr ist die Bahnbrücke bei Anklam für den Verkehr komplett gesperrt. Autofahrer müssen die 52 Kilometer lange Umleitung über Jarmen nehmen. Feuerwehr, Busunternehmen und Rettungsdienste sind auf die Sperrung vorbereitet.
Stefan Sauer

Jetzt kommt es also zum ersten Mal ganz Dicke: Freitag ab 16 Uhr ist die Bahnbrücke bei Anklam das komplette Wochenende über komplett gesperrt. Die Region stellt sich auf den Ausnahmezustand ein.

Freitag ab 16 Uhr geht nichts mehr auf der Bundesstraße 109 bei Anklam. Die lange angekündigte Vollsperrung der Bahnbrücke kurz vor der Stadt wird Wirklichkeit. Bis Montag 4 Uhr müssen Autofahrer die etwa 52 Kilometer lange Umleitung über Jarmen nehmen. Ein wunderbares Wochenende auf Usedom? In diesen drei Tagen ist das wohl mit jeder Menge Stress und Geduld verbunden.

Und wenn es beispielsweise kurz hinter der Brücke Richtung Norden in Ziethen brennt? „Im Falle eines Brandes gibt es Absprachen mit den Wehren nördlich der Peene, die einspringen“, sagt der Anklamer Ordnungsamtschef Bernd Lange. Notfalls sei die Berufsfeuerwehr aus Greifswald ebenfalls startklar.

Wenn die Vollsperrung endet, steht schon die nächste vor der Tür

Was die Rettungsdienste angeht, regelt eine speziell für die Sperrung erarbeitete Alarm- und Ausrückeordnung den Ablauf. Koordiniert wird das über die Leitstelle des Landkreises. „Kein Patient wird durch die Vollsperrung benachteiligt“, sagte Kreissprecherin Anke Radlof, Außerdem: Fahrzeugen mit Sondersignal ist es gestattet, die Brücke bereits Sonnabend ab 4 Uhr halbseitig wieder zu befahren.

Die Busse haben das Nachsehen. Die Anklamer Verkehrsgesellschaft (AVG) hat einen Shuttle-Verkehr eingerichtet. Die Fahrgäste der Linien 201, 202 und 210 werden bis zum Fußgängertunnel gebracht, an dessen anderem Ende ein weiterer Linienbus wartet, mit dem die Fahrt ganz normal fortgesetzt werden kann.

Ob diese Vorbereitungen tatsächlich funktionieren, zeigt freilich der Ablauf am Wochenende selbst. Und der ist quasi eine Blaupause für das Wochenende vom 22. bis zum 25. April. Denn dann ist die Brücke ebenfalls drei Tage lang gesperrt.