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Das große Schlemmen am Ostsee-Strand

Das war doch wieder einmal etwas für Genuss-Menschen: Das große Schlemmen an zehn Stationen unterfreiem Himmel und mit Blick aufs Meer.

VonSandra GrüningWeißer Strand, Blick aufs Meer und an zehn Picknickstationen schlemmen vom Feinsten – ein Paradies für Genießer. Knapp 600 machten sich ...

VonSandra Grüning

Weißer Strand, Blick aufs Meer und an zehn Picknickstationen schlemmen vom Feinsten – ein Paradies für Genießer. Knapp 600 machten sich am Sonnabend auf den sechs Kilometer langen Weg von der Ahlbecker zur Bansiner Seebrücke. Die Top-Küchen der Kaiserbäder hatten
zum „8. Grand Schlemm“ geladen.

Kaiserbäder.„So was gibt es sonst nur in asiatischen Ländern“, schwärmt Nicole Staudacher aus Potsdam. Sie ist zum ersten Mal dabei. Verführt zu der zehngängigen Strandwanderung hat sie der Berliner Koch Remo Unger. Bei ausgefallen Menükreationen wie einem Rote-Beete-Frapee mit Ziegenmilch und Trüffelravioli, gegrilltem Schwertfisch auf Wassermelone an Wasabisorbet oder Maischolle auf Meeresbohnen ließen sich die sechs Kilometer am Strand entlang auf angenehme und kulinarisch genussvolle Weise erwandern.
Zum achten Mal fand das „Grand Schlemm“-Strandpicknick statt. Der Urheber der Genussreise-Idee, der Hotelier Uwe Wehrmann, zeigte sich begeistert: „Wir können zeigen, was für tolle Küchen es auf Usedom gibt. Viele reisen extra dafür her.“ An liebevoll eingedeckten Tischen direkt auf dem Sand präsentierten die Küchenchefs wie Hark Pezely vom „Ahlbecker Hof“, Björn Stolpe vom Hotel „Upstalsboom“ oder Arjan Mensies vom Hotel „Ostseeblick“, was sie sich haben einfallen lassen, die Feinschmeckerherzen höher schlagen zu lassen.
Wer anfangs anonym und vereinzelt zum Flanieren aufbrach, fand sich spätestens beim dritten oder vierten Gang zusammen. „Man zieht ja immer mit den selben Leuten die 500 Meter zum nächsten Gang weiter. Und die Weine der jungen Winzer tun ihr übriges“, erzählte Andre Spichalski. Und auch, wenn es immer mal wieder leicht vom Himmel tröpfelte, sei das Wetter ideal, war von den Strandwanderern zu hören. „Wenn die Sonne direkt herunterprallt, ist das kaum zu schaffen“, meinte Birgit Gerdes aus Berlin, die jedes Gericht und jede Dekoration fotografierte. Auch Marie Wallsten und ihre Freundin Lotta aus Göteborg störte das Tröpfeln nicht. Die beiden Schwedinnen waren mit all ihren Freunden angereist. „Mein Mann hat mir das Essen zum Geburtstag geschenkt“, freute sich Gudula Temmen aus Kropp in Schleswig-Holstein. Und Simon Temmen verriet, dass er bei der Suche nach der nächsten Marathonherausforderung auf jenen kulinarischen Marathon gestoßen sei. Wer nach sechs Kilometern und zehn Gängen nicht genug hatte, konnte im Zelt der Genüsse bis in den Morgen die angefutterten Pfunde wieder abtanzen.