Heimspiel für Feine Sahne Fischfilet

Das war "Wasted in Jarmen"

Ein Geburtstags-Chor aus Tausenden Kehlen, ein zugezeltetes Seeufer, Pferdekutschen voller Punks, ein Flitzer auf dem Fußballrasen und dazu Live-Musik mit politischen Botschaften bis in die Nacht. Dass es so etwas in der vorpommerschen Provinz gibt, ist das Werk von „Feine Sahne Fischfilet“. Hier die schönsten Bilder und ein Video.
Stefan Hoeft Stefan Hoeft
Frontmann Jan Gorkow (links) und Bassist Kai Irrgang sind an der Peene Zuhause, sie stammen aus Jarmen und Loitz.
Frontmann Jan Gorkow (links) und Bassist Kai Irrgang sind an der Peene Zuhause, sie stammen aus Jarmen und Loitz. Stefan Hoeft
Mehr als 3000 Leute: Ein Musikfestival mit so vielen Besuchern hat es wohl noch nie im mittleren Peenetal gegeben.
Mehr als 3000 Leute: Ein Musikfestival mit so vielen Besuchern hat es wohl noch nie im mittleren Peenetal gegeben. Stefan Hoeft
So mancher Fan reiste von weither an nach Vorpommern, wie dieses Banner belegt.
So mancher Fan reiste von weither an nach Vorpommern, wie dieses Banner belegt. Stefan Hoeft
Wie passend von Größe und Gewicht: Vater (links) und Cousin präsentierten die riesige Geburtstagstorte für Jan Gorkow, der ausgerechnet beim Konzert in seinem Heimatort den 30. beging.
Wie passend von Größe und Gewicht: Vater (links) und Cousin präsentierten die riesige Geburtstagstorte für Jan Gorkow, der ausgerechnet beim Konzert in seinem Heimatort den 30. beging. Stefan Hoeft
Beigeisterte Fans
Beigeisterte Fans Stefan Hoeft
Den musikalischen Auftakt lieferten am Wochenende "Antispielismus".
Den musikalischen Auftakt lieferten am Wochenende „Antispielismus”. Stefan Hoeft
Der Ton macht die Musik: Der Sound von Feine Sahne Fischfilet bekommt durch die Trompeten-Einlagen von Max Bobzin (rechts) und Jacobus North seine besondere Note.
Der Ton macht die Musik: Der Sound von Feine Sahne Fischfilet bekommt durch die Trompeten-Einlagen von Max Bobzin (rechts) und Jacobus North seine besondere Note. Stefan Hoeft
Auf Händen getragen: Fast die ganze Familie Gorkow wagte den Sprung von der Bühne zum so genannten Stagediving.
Auf Händen getragen: Fast die ganze Familie Gorkow wagte den Sprung von der Bühne zum so genannten Stagediving. Stefan Hoeft
Auch Thees Uhlmann und Band wussten die Festival-Besucher mitzureißen.
Auch Thees Uhlmann und Band wussten die Festival-Besucher mitzureißen. Stefan Hoeft
Einer von vielen Händedrucks in der guten alten Heimat: Senior Paul Henk erinnerte sich noch genau an jene Zeiten, als Musiker Jan Gorkow als Fußball-Schiedsrichter auf dem Jarmener Rasen fungierte.
Einer von vielen Händedrucks in der guten alten Heimat: Senior Paul Henk erinnerte sich noch genau an jene Zeiten, als Musiker Jan Gorkow als Fußball-Schiedsrichter auf dem Jarmener Rasen fungierte. Stefan Hoeft
Leuchtendes Jarmen: Die Lichtershow trug ihr Übriges zum Gelingen des Konzerts bei.
Leuchtendes Jarmen: Die Lichtershow trug ihr Übriges zum Gelingen des Konzerts bei. Stefan Hoeft
So was Feuriges und Nacktes gibt’s hier in der Provinz sonst nie zu sehen: Sogar ein Flitzer spurtete über Jarmens Fußballrasen – inklusive Bengalo.
So was Feuriges und Nacktes gibt’s hier in der Provinz sonst nie zu sehen: Sogar ein Flitzer spurtete über Jarmens Fußballrasen – inklusive Bengalo. Stefan Hoeft
Die etwas andere Portion Obst: Trompeter Max Bobzin wagte mal wieder den Ritt auf der Gummibanane übers Publikum.
Die etwas andere Portion Obst: Trompeter Max Bobzin wagte mal wieder den Ritt auf der Gummibanane übers Publikum. Stefan Hoeft
Gebannt verfolgten kleine und große Gäste die Zaubershow zum Auftakt des Festivals.
Gebannt verfolgten kleine und große Gäste die Zaubershow zum Auftakt des Festivals. Stefan Hoeft
Leuchtendes Jarmen: Die Lichtershow trug ihr übriges zum Gelingen des Konzerts bei.
Leuchtendes Jarmen: Die Lichtershow trug ihr übriges zum Gelingen des Konzerts bei. Stefan Hoeft
Pferdestarke Idee: Der Opa von Bassist Kai Irgang aus Loitz kam extra nach Jarmen, um den Fans der Band dort Kutschfahrten anzubieten.
Pferdestarke Idee: Der Opa von Bassist Kai Irgang aus Loitz kam extra nach Jarmen, um den Fans der Band dort Kutschfahrten anzubieten. Stefan Hoeft
So etwas gibt’s momentan nicht mal in den Touristen-Hochburgen an der Ostsee: Trotz des miesen Spätsommers standen in der Badeanstalt Zarrenthin dicht an dicht Zelte und Schlafmobile.
So etwas gibt’s momentan nicht mal in den Touristen-Hochburgen an der Ostsee: Trotz des miesen Spätsommers standen in der Badeanstalt Zarrenthin dicht an dicht Zelte und Schlafmobile. Stefan Hoeft
Mit einem Fußballspiel gegen den einheimischen SV Blau Weiß 21 gab es diesmal einen sportlichen Auftakt für das "Wasted in Jarmen". Die Platzherren gewannen 3:1, aber das schien eher nebensächlich.
Mit einem Fußballspiel gegen den einheimischen SV Blau Weiß 21 gab es diesmal einen sportlichen Auftakt für das „Wasted in Jarmen”. Die Platzherren gewannen 3:1, aber das schien eher nebensächlich. Stefan Hoeft
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Jarmen.

Die Punkband Feine Sahne Fischfilet hat am Wochenende bei ihrem zweiten Open-Air-Festival „Wasted in Jarmen“ mit deutlich mehr als 3000 Menschen die bisher wohl größte Musikveranstaltung im mittleren Peenetal aller Zeiten gefeiert.

Abgesehen vom einen Monat vorher ausverkauften Ticket-Kontingent ließ sich schon am Freitag erahnen, welche Magnetwirkung die vor einem Jahrzehnt als Schülerband gegründete Formation inzwischen weit über die Region hinaus entfaltet. Denn die zur Übernachtung empfohlene Badeanstalt am Zarrenthiner Kiessee füllte sich rasch mit Zelten und Schlafmobilen, am Ende glich das weitgestreckte Areal am Ufer trotz des eher herbstlichen Wetters einem Ostsee-Campingplatz in der Hochsaison.

Die Jungs von Feine Sahne Fischfilet haben dazu auch ein Video mit Luftaufnahmen veröffentlicht:

Als erste Bands kamen „Antispielismus“ zum Zuge, „Friedemann“ und „Stage Bottles“ schlossen sich an, zur Abenddämmerung gefolgt von „Captain Gips & Johnny Mauser“ sowie Thees Uhlmann. Bevor die Organisatoren selbst auf die große Bühne traten und allen mächtig einheizten.

Dass er selbst mal wieder im Mittelpunkt stand, lag diesmal nicht nur an der Musik und dem Erscheinungsbild von Frontmann Jan Gorkow. „Monchi” feierte nämlich ausgerechnet am Sonnabend seinen 30. Geburtstag. Und es gab einen tausendstimmigen Glückwunsch-Chor.